Thomas Siekmann, Herforder Brauerei

Komplett modernisiert

Michael Schweizer ist freier Autor in München.

Als Thomas Siekmann vor drei Jahren als IT-Leiter bei der Herforder Brauerei begann, fand er eine solide, aber auch mit Schwächen behaftete und nicht mehr ausbaufähige IT-Landschaft vor, die dem Wettbewerb in der Brauwirtschaft auf Dauer nicht gewachsen gewesen wäre.

Thomas Siekmann

Wichtigstes Projekt: Überarbeitung der ganzen Infrastruktur; CRM;

IT-Strategie: Mit bewährten Produkten innovativ sein;

Ein CIO muss ... Sinn für Symbole haben.

Zusammen mit seinen fünf Mitarbeitern und mit externen Dienstleistern brachte er diese Infrastruktur umfassend auf einen zeitgemäßen Stand. Das reichte von neuen Desktops und Servern (Betriebssystem Microsoft Professional Server 2003) über ein Virtual Private Network und ein automatisiertes Backup bis zu einem CRM-System: Auf ihren Centrino-Laptops von Toshiba finden die Vertriebs-Außendienstler jetzt alle wichtigen Daten zu ihren Kunden, zum Beispiel auch neueste Zahlungseingänge.

Ein Mittelständler mit etwa 200 Mitarbeitern kann sich laut Siekmann keine Experimente mit avantgardistischer, aber unfertiger Technik leisten, sondern muss auf bewährte und stabile Produkte zurückgreifen. Innovativ sein kann er, indem er ausgereifte Lösungen geschickt verknüpft.

Um die Bedeutung und Größenordnung des neuen CRM-Systems vor Augen zu führen, legte Siekmann die Anwenderschulungen in das Heinz-Nixdorf-Computermuseum in Paderborn. In der Folge zeigten sich auch vorher unwillige Anwender überzeugt. Siekmanns Sinn für Symbole dürfte mit seinem Soziologiestudium, unter anderem bei dem berühmten Niklas Luhmann, zu tun haben. Für den IT-Leiter ist seine Arbeit ein "sozialer Prozess" und die Akzeptanz der Anwender das "A und O". Immer geht es um "Kommunikation".

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