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Kartellverfahren geht in die letzte Runde

24.05.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Heute treffen sich die beiden Parteien im laufenden Kartellverfahren gegen Microsoft erstmals wieder im Gerichtssaal, nachdem das US-Justizministerium vor einigen Wochen für eine Zerschlagung des Softwaregiganten plädiert hatte. Die Gates-Company und die Anklage, das Justizministerium und 19 US-Bundesstaaten, können sich nun persönlich zu den Strafmaßnahmen gegen Microsoft äußern. Der vorsitzende Richter Thomas Jackson hatte Anfang April den ersten Teil des Urteils verkündet und den Softwareriesen der Monopolbildung für schuldig befunden. In der nunmehr laufenden zweiten Phase des Urteils soll das Strafmaß festgesetzt werden. Während das Justizministerium für eine Aufspaltung von Microsoft plädiert, wäre die Gates-Company zu Zugeständnissen bereit, sofern die Firma intakt bliebe. Sollte sich Jackson für eine Zerschlagung entscheiden,

will Microsoft in Revision gehen. Diese könnte jedoch gleich vor dem Obersten Gerichtshof (Supreme Court) stattfinden, um den seit zwei Jahren laufenden Prozess schneller zu beenden.