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IT-Übernahmen in Europa: Deutschland auf Rang zwei

15.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In Europa waren im vergangenen Jahr in der IT-Branche 2410 Übernahmen und Fusionen zu verzeichnen. Das sind doppelt so viele wie noch ein Jahr davor (1231). Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Deal Surveys 2000 Technology" der Unternehmensberatung Arthur Andersen.

Nicht alle Unternehmen mussten den Wert ihrer Transaktionen veröffentlichen: Im Jahr 1999 gab es 370 ausgewiesene Deals mit einem Volumen von knapp zehn Milliarden Dollar, im Jahr 2000 waren es dann 873 Transaktionen im Wert von 83 Milliarden Dollar. Den größten Anteil an dem Merger & Acquisitions-Volumen (M&A) hatten die Mega-Deals, deren Transaktionswert eine Milliarde Dollar übertraf. In Europa fanden im vergangenen Jahr 13 solcher Zusammenschlüsse mit einem Volumen von insgesamt 47 Milliarden Dollar statt.

Mit insgesamt 582 Transaktionen liegen britische IT-Unternehmen auf dem ersten Platz unter den Käufern. Sie akquirierten zweieinhalb mal so viel wie noch im Vorjahr. Das in 399 Fällen ausgewiesene Kaufvolumen betrug 21,6 Milliarden Dollar. Auf Rang zwei folgt Deutschland mit 456 Deals, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 31 Prozent entspricht. Das Kaufvolumen der Deutschen betrug bei 47 Transaktionen rund elf Milliarden Dollar. Dabei gingen allein 5,4 Milliarden Dollar auf das Konto Deutschen Telekom, die das Debis Systemhaus übernahm. T-Online gab 1,9 Milliarden Dollar für die Akquisition von Club Internet aus. Auf Platz drei der kauffreudigsten Europäer liegt Frankreich mit 301 Deals. Die Franzosen verdreifachten ihre Übernahmen im Vergleich zu 1999 und verzeichneten damit die höchste Zuwachsrate in Europa. Insgesamt wiesen 61 französische Firmen ihre M&As aus: Das Transaktionsvolumen belief sich auf 23,1 Milliarden Dollar.