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Investitionsflaute senkt Nortels Umsatz weiter

19.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kanadische Telekom-Ausrüster Nortel Networks verbuchte im zweiten Geschäftsquartal einen Nettoverlust von 697 Millionen (US-)Dollar oder 20 Cent pro Aktie aus. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch ein Defizit von 19,4 Milliarden oder 6,08 Dollar je Anteil geschrieben. Damals wies Nortel 14 Milliarden Dollar als Abschreibungen auf Akquisitionen aus. Wegen der anhaltenden Nachfrageschwäche sanken die Einnahmen im aktuellen Berichtszeitraum um rund 40 Prozent von 4,61 Milliarden auf 2,77 Milliarden Dollar. Im vorangegangenen ersten Quartal hatte der Konzern noch Einnahmen von rund 2,9 Milliarden Dollar erwirtschaftet.

Da eine kurzfristige Erholung nicht in Sicht ist, plant das Unternehmen nun weitere Maßnahmen zur Senkung der Betriebskosten. Ende Mai hatten die Kanadier angekündigt, 3500 Mitarbeitern oder rund acht Prozent der Belegschaft zu entlassen (Computerwoche online berichtete). Insgesamt hat die Company inzwischen über die Hälfte der einst 92.000-köpfigen Belegschaft auf die Straße gesetzt. Der angeschlagene TK-Ausrüster rechnet nun nicht vor Mitte nächsten Jahres mit einem Breakeven. Nach eigenen Berechnungen müsste die Company dazu jedoch einen Quartalsumsatz von 3,2 Milliarden Dollar erwirtschaften. (mb)