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Intershop muss Kapital aufnehmen

12.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Intershop Communications AG muss ihr Grundkapital reduzieren. Zur Begründung hieß es in einer Ad-hoc-Meldung, dass das Eigenkapital wegen hoher außerplanmäßiger Abschreibungen nur noch die Hälfte des Grundkapitals betrage. Geplant sei eine Zusammenlegung von fünf alten gegen eine neue Inhaberstammaktie, um das Grundkapital an das Eigenkapital anzupassen, um die Voraussetzungen für eine Kapitalerhöhung zu schaffen. Konkrete Angaben über die Höhe der geplanten Aufnahme frischen Kapitals sind nicht bekannt. Firmennahen Quellen zufolge handelt es sich jedoch um einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag.

Trotz der finanziellen Probleme hält Intershop an dem Ziel fest, im vierten Quartal ein ausgeglichenes operatives Ergebnis zu erreichen. Für das operative Geschäft sei keine Kapitalerhöhung notwendig, so das Argument von Finanzvorstand Jürgen, sie diene in erster Linie der Verbesserung der Wettbewerbsposition. Allerdings, räumte Schöttler ein, sei die Cash-Situation gerade bei den Verhandlungen mit bestehenden und potenziellen neuen Kunden entscheidend. Ende Juni betrugen die liquiden Mittel der Neuen-Markt-Firma 26 Millionen Euro. (sp)