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Intel-Server sollen Internet-Verkehr steuern

10.09.2004

Pat Gelsinger, Intels Chief Technology Officer (CTO), hat eine neue Absatzchance entdeckt: Das Internet. Auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz IDF in San Francisco zeichnete der CTO ein Bild des zukünftigen Internet-Verkehrs, wo Millionen neuer Geräte und Benutzer das Netz beanspruchen werden. Damit der Datentransfer auch in Zukunft reibungslos verlaufen kann, soll die bestehende Infrastruktur aus Routern und Switches um eine neue Schicht von "intelligenten Knoten und Diensten" ergänzt werden. Gelsinger will dafür Intel-Rechner als Netzknoten nutzen, die komplexe Aufgaben wie dynamisches Routing und Sicherheits-Checks übernehmen.

Intel hat dazu im Forschungsprojekt "PlanetLab" bereits Versuche unternommen und 440 Knoten an 194 weltweit verstreuten Standorten installiert. PlanetLab ist ein von der Industrie finanziertes Forschungsvorhaben, an dem unter anderem Hewlett-Packard, France Télécom und Google teilnehmen. Die angeschlossenen Stellen können über Virtualisierungstechniken die bereit gestellten Ressourcen nutzen. Als Beispiel nannte der CTO den Service "Public Health of the Internet" (PHI), den Absolventen der University of California in Berkeley entwickelt haben. Intel nutzte PHI dazu, Angriffe auf PlanetLab zu erforschen und Sicherheitslücken zu entdecken. PHI identifiziert die IP-Adresse der Hacker und informiert die Teilnehmer. Solche "Planetenweite Dienste" erfordern natürlich Rechenpower, und da kommt Intel mit seinen Produkten ins Spiel. Zusammen mit HP will Intel die Technik des PlanetLab-Projekts demnächst kommerzialisieren. (kk)