Nach desaströsen Zahlen

Intel killt Optane

01.08.2022
Von 
Michael Crider ist Contributor bei unserer IDG-Schwesterpublikation PCWorld
Intels Storage-Technologie Optane war bereits angezählt, jetzt ist der endgültige Knockout erfolgt.
RIP Optane
RIP Optane
Foto: tomeqs - shutterstock.com

Wenn Sie schon lange keine Super-High-End-Workstation mehr zusammengestellt haben, haben Sie vielleicht noch nichts von Intels Memory-Caching-Technologie Optane gehört. Die kommt auch in SSDs für Consumer und Unternehmen zum Einsatz - beziehungsweise kam. Nachdem der Chipgigant für das zweite Quartal 2022 mit katastrophalen Zahlen enttäuschte und seine Ziele um mehrere Milliarden Dollar verfehlte, wird das Optane-Business nun komplett eingestampft.

Kein Raum für Nischen

Wie Tom's Hardware berichtet, beinhaltet die Einstellung des Optane-Geschäfts die Abschreibung von 559 Millionen Dollar aus bestehendem Inventar. Der Schritt erfolgt, nachdem Intel im zweiten Quartal Einnahmen von 15,3 Milliarden Dollar auswies und damit weit unter den prognostizierten 17,94 Milliarden Dollar lag. Der Aktienmarkt reagierte mit einem rasanten Ausverkauf der Intel-Aktie. Um einen Teil der Verluste wieder wettzumachen, kündigte Intel unter anderem eine allgemeine Preiserhöhung für CPUs an.

Optane, ursprünglich 2015 als "3D Xpoint" angekündigt, war immer eine Nischentechnologie. Schon 2021 hat Intel den Verkauf seiner Top-Range-Optane-SSDs für Verbraucher eingestellt. Stattdessen konzentrierte sich das Unternehmen auf Server und andere Enterprise-Applikationen für die Technologie.

Intels Probleme kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sich Unternehmen weltweit auf eine sinkende Nachfrage einstellen und sich auf eine mögliche Rezession vorbereiten. Laut dem Finanzportal Barron's ist zu erwarten, dass Intel in naher Zukunft weitere Marktanteile im Bereich Datacenter an AMD abgeben muss. (fm)

Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel unserer US-Schwesterpublikation PC World.