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Infineon geht mit 25 Prozent an die Börse

23.07.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Wie der Siemens-Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger gestern in Erlangen bekanntgab, soll die Halbleitertochter Infineon Technologies AG zunächst mit nur 25 Prozent des Kapitals an die Börse gehen. Eine Kapitalerhöhung sowie eine solide Kapitalausstattung durch Siemens sei dabei durchaus denkbar. Neubürger hält es augenblicklich für "unrealistisch", den Anteil des Mutterkonzerns sofort auf 49 Prozent zu vermindern. Der Chiphersteller wird voraussichtlich Ende Februar/Anfang März des kommenden Jahres an die New Yorker und die Frankfurter Börse gehen.

Bereits in der zweiten Oktoberhälfte dieses Jahres will Siemens außerdem die Epcos AG mit 75 Prozent an beide Börsen bringen. Das Emissions-Konsortium für den ehemaligen Bereich Passive Bauelemente und Röhren soll sich aus Merrill Lynch, Warburg Dillon Read und der Commerzbank zusammensetzen. Die beiden Joint-venture-Partner Siemens und Matsushita wollen ihre Beteiligungen zum Börsengang von augenblicklich 50 auf je 12,5 Prozent verringern. Der Marktwert von Epcos wird bei einem Umsatz von rund zwei Milliarden Mark auf 2,5 bis 3,5 Milliarden Mark geschätzt.