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Immer mehr RBL-Anbieter streichen die Segel

25.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit Monkeys.com und blackhole.compu.net sind zwei weitere RBL-Server vom Netz gegangen, nachdem bereits kurz vorher auch Osirusoft seinen Dienst eingestellt hatte. Die Betreiber, zumeist engagierte Privatleute, gaben auf, nachdem sie sich laut "Computerwire" mit E-Mail-Fäschungen und massiven DDoS-Angriffen (Distributed Denial of Service) konfrontiert sahen. RBL steht für "Real Time Black List". Dahinter verbirgt sich eine Liste offener SMTP-Server, wie sie von Spam-Versendern gern für ihre unerwünschten Massenaussendungen genutzt werden. Solche Maschinen werden oft nur kurzzeitig aufgesetzt. Service-Provider und Unternehmen greifen gern auf RBLs zurück, um elektronische Post von solchen verdächtigen Servern von vornherein zu blockieren.

Den Spammern sind RBLs deswegen naturgemäß ein Dorn im Auge, und sie wehren sich mit allen Mitteln dagegen. Somit steht zu befürchten, dass demnächst weitere Betreiber aufgeben und diese nützlichen Dienste aufgeben. (tc)