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IDC: Server-Markt hängt in der Mitte durch

27.08.2004
Auch IDC hat für den weltweiten Server-Markt im zweiten Quartal 11,5 Milliarden Dollar Umsatz ermittelt. Wachstum gebe es allerdings nur im Low- und Highend, so die Auguren, nicht aber im Midrange.

Nach Gartner (Computerwoche.de berichtete) legt auch IDC heute Zahlen zum weltweiten Server-Markt im zweiten Quartal vor, die im Wesentlichen denen der Kollegen ähneln. Das Institut aus Framingham, Massachusetts, hat insgesamt ein Marktwachstum um 6,9 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf 11,5 Milliarden Dollar ermittelt. Wachstum gab es dabei sowohl im Lowend (Systeme unter 25.000 Dollar) mit 21 Prozent als auch im Highend (Server über 500.000 Dollar) mit 6,1 Prozent. Im Midrange (Maschinen für 25.000 bis 499.999 Dollar) gingen die Einnahmen dagegen um 11,7 Prozent zurück.

Bei insgesamt weiterhin starken Investionen hätten "Server-Konsolidierungs-Aktivitäten die Nachfrage nach Highend-Systemen getrieben", erklärte Matt Eastwood, IDCs Program Director of Global Enterprise Solutions. "Die Investitionsmuster in diesem Quartal demonstrieren die Aufsplitterung des Server-Markts mit Wachstum am unteren wie am oberen Ende des Computing-Spektrums."

Wie Gartner sieht auch IDC die IBM als Marktführer nach Umsatz. Big Blue hab seine Einnahmen im Jahresvergleich um 11,7 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar gesteigert und damit 32,5 Prozent Markanteil erreicht. Dahinter folgt HP, dessen Erlöse vergleichsweise geringer stiegen, nämlich um 4,6 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar, die für 27,6 Prozent Market Share gut waren. Sun Microsystems belegt mit 12,5 Prozent Anteil am Gesamtumsatz Rang drei, musste allerdings einen Umsatzrückgang von 0,2 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar hinnehmen. Der Viertplatzierte Dell steigerte seine Erlöse um 7,3 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar, was einem Market Share von 9,1 Prozent entspricht.

Was die Stückzahlen angeht, sieht IDC Hewlett-Packard an der Spitze. Das größte Stückzahlenwachstum haben die Auguren wie schon Gartner bei Sun ausgemacht, das 33,8 Prozent mehr Server verkaufte als ein Jahr zuvor und damit stärker wuchs als alle anderen Top-Five-Anbieter.

Ein Schlüssel für den Erfolg von IBM sei das florierende Mainframe-Geschäft, so IDC. Die Einnahmen im Großrechnersegment seien gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 40,6 Prozent auf fast 1,5 Milliarden Dollar gestiegen. Damit hätten die Armonker hier im dritten Quartal in Folge ein signifikantes Wachstum erzielt, nachdem die "zSeries" durch eine Reihe von Hardwareverbesserungen und Preissenkungen im Laufe der vergangenen 18 Monate deutlich attraktiver geworden sei. (tc)