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i2 hofft auf eine glorreiche Zukunft

13.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-amerikanische SCM-Softwareanbieter i2 Technologies glaubt trotz derzeitiger Flaute an eine - wenn auch ferne - rosige Zukunft. In einem Interview mit der "Financial Times Deutschland" erklärte der neue alte CEO Sanjiv Sidhu, dass seine Company in zwei bis fünf Jahren wieder zwischen drei und fünf Milliarden Dollar Jahresumsatz erzielen wird. Grund für den Optimismus ist eine Studie von AMR Research, wonach der in diesem Jahr auf 6,4 Milliarden Dollar geschätzte SCM-Markt auf 13,6 Milliarden Dollar in 2006 wachsen soll. Damit ein Großteil davon in die Taschen von i2 wandert, muss sich das Unternehmen aus Dallas, Texas, jedoch erst erfolgreich gegen Konkurrenten wie Siebel oder SAP behaupten. CEO Sidhu plant dazu unter anderem einen neuen Fokus auf Unternehmen der Konsumgüterbranche.

Außerdem will i2 mit dem Verkauf von Einzelprodukten statt eines Komplettpakets den gesunkenen IT-Budgets der Kunden Rechnung tragen.

Vorerst wird der Softwarekonzern aber viel kleinere Brötchen backen: Im ersten Geschäftsquartal 2002 erwirtschaftete i2 nur 168,4 Millionen Dollar - weniger als die Hälfte der Einnahmen im Vorjahreszeitraum. Auch im laufenden Quartal scheint keine Erholung in Sicht. Finanzchef Bill Beecher erklärte in einem Interview, dass sein Unternehmen nach wie vor unter dem flauen Geschäft leidet: "Es war schwierig im Mai, es war schwierig im Juni und es wird auch nach dem 1. Juli nicht anderes werden." Obwohl Beecher mit einigen Geschäftsabschlüssen zu Quartalsende rechnet, wird der Umsatz unter dem im ersten Quartal liegen. Außerdem erwartet der CFO erneut einen Nettoverlust. (mb)