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HP setzt auf Serial ATA

17.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hewlett-Packard (HP) bringt seine ersten ATA-Speicher-Arrays voraussichtlich 2004 auf den Markt. Dabei setzt der Hersteller auf die serielle ATA-Technik. Die Entwicklung paralleler ATA-Speichersysteme ist nicht geplant. Damit verfolgt der Hersteller eine andere Strategie als Konkurrenten wie EMC, die die parallele Schnittstelle für die Clariion-Baureihe im Midrange-Bereich anbietet. Gegenüber SCSI, Fibre Channel und seriellem ATA weisen mit der Parallel-Technik ausgestattete Geräte jedoch Nachteile in der Performance und der Zuverlässigkeit auf. Ein Vorteil ist der günstigere Preis.

Laut IDC-Analyst Brad Nesbitt wurden die Hersteller von der großen Nachfrage nach ATA überrascht. Demnach habe zum Beispiel EMC wesentlich mehr Geräte an den Kunden gebracht als erwartet. Das sei nicht ohne Einfluss auf die Verkäufe teurerer Baureihen geblieben und habe die Umsätze der Hersteller gedrückt. EMC habe zudem steigende Nachfragen nach ATA-Technik nicht nur im Lowend-Bereich, sondern auch für die Hochleistungsspeicher der "Symmetrix"-Serie zu verzeichnen. Knappe Budgets haben Unternehmen dazu veranlasst, nur noch tatsächlich benötigte Systeme nachzukaufen, sagte Nesbitt. Dabei habe sich herausgestellt, dass ATA für die meisten Anwendungen genügt.

Man sei nicht davon ausgegangen, dass paralleles ATA für den Einsatz in Arrays geeignet sei, heißt es bei HP. Serielles ATA soll im Laufe des kommenden Jahres mit Einstiegs-Arrays angeboten werden. Gegenüber der parallelen Schnittstelle biete sie Vorteile wie bessere Konfigurationsmöglichkeiten und Hot-Plug-Funktionen. (lex)