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Hilfe - Philips hat die CD geschrumpft!

19.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der niederländische Elektronikkonzern Philips, seines Zeichens Erfinder der Compact Disc (CD), hat nach eigenen Angaben eine nur drei Zentimeter breite Mini-Silberscheibe entwickelt, auf der sich bis zu 1 GB Daten speichern lassen. Ziel der Entwicklung ist ein Laufwerk, das so klein ist, dass es auch in mobilen Endgeräten wie Handys Platz findet.

Der von Philips produzierte Laufwerks-Prototyp, der übrigens mit einem blauen Laser arbeitet, misst 5,6 x 3,4 x 0,75 Zentimeter und spielte bei der gestrigen Vorführung Audio-Daten ab. Produkt-Manager Koen Joosse hofft, dass die neue Technik vor allem aufgrund niedriger Medienpreise zu einer ernsthaften Konkurrenz für Flash und andere Massenspeicher werden kann.

IDC-Analyst Wolfgang Schlichting gibt allerdings einige Nachteile zu bedenken: Optische Laufwerke in Handhelds einzubauen bleibe teuer; die physikalische Laufwerksgröße sei - anders als etwa bei Flash - merklich größer als die eigentlichen Medien, und nicht zuletzt verbrauchten die Laufwerksmotoren mehr Strom als Flash. "Die Technik ist in einem frühen Stadium, und wir können noch nicht einschätzen, wann sie kommerzialisiert wird", dämpfte auch Philips-Mann Joosse die Erwartungen. Er hofft unter anderem, dass sich das Laufwerk noch flacher machen lässt. (tc)