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Global Crossing rutscht in die roten Zahlen

17.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Global Crossing hat im vierten Quartal 2004 einen Nettoverlust von 28 Millionen Dollar verbucht. In Vorjahreszeitraum hatte das auf den Bermudas registrierte TK-Unternehmen noch einen Gewinn von 24,9 Millionen Dollar erzielt. Während Global Crossing damals von Sondereffekten durch das Verlassen des im Januar 2002 beantragten Gläubigerschutz nach Paragraph elf US-Konkursrecht profitiert hatte, wurde das aktuelle Ergebnis zusätzlich von elf Millionen Dollar hohen Restrukturierungskosten belastet. Die Company hatte im Oktober 2004 eine Restrukturierung angekündigt, in deren Rahmen es sich von rund 600 Mitarbeitern sowie Liegenschaften trennen will. Die daraus resultierenden Einsparungen schätzt Global Crossing auf 36 Millionen bis 38 Millionen Dollar pro Jahr.

Außerdem hat sich der Betreiber eines 100.000-Meilen-Glasfasernetzes für Sprach- und Datenkommunikation aus einigen niedrigmargigen Geschäftsfeldern wie dem Endkundengeschäft zurückgezogen. Diese Entscheidung hatte zur Folge, dass der Umsatz im Vergleich dem Vorjahresquartal um 16 Prozent auf 573 Millionen Dollar zurückging. In diesem Jahr, so schätzt das Management, werden die Einnahmen gegenüber 2004 um 22 bis 28 Prozent schrumpfen. 2004 sanken die Erlöse bereits um zehn Prozent auf 2,49 Milliarden Dollar. Gleichzeitig verbuchte Global Crossing einen Nettoverlust von 336 Millionen Dollar. Im Jahr 2003 hatte das Unternehmen noch einen Gewinn in Höhe von 24,7 Millionen Dollar erzielt. (mb)