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Gateway plant trotz Gewinn weitere Entlassungen

25.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-amerikanische PC-Hersteller Gateway will rund 2250 Arbeitsplätze oder 16 Prozent der Belegschaft abbauen. Zwar gelang es dem Unternehmen im vierten Quartal 2001, nach vier Berichtsperioden erstmals wieder einen Gewinn auszuweisen. Der Umsatz sank jedoch gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 2,45 Milliarden Dollar auf 1,14 Milliarden Dollar. Gateway erzielte im abgelaufenen Quartal ein Plus von 9,4 Millionen Dollar einen oder drei Cent pro Aktie verglichen mit einem Verlust von 128,2 Millionen Dollar oder 40 Cent je Anteil ein Jahr zuvor. Allerdings beinhaltet das aktuelle Ergebnis einen Profit von 4,3 Millionen Dollar, da es Gateway gelang, einen Kredit früher als erwartet zurückzuzahlen. CFO Joseph Burke erklärte zu dem Ergebnis, Gateway habe die Profitabilität auf Kosten von Marktanteilen erzielt. In Zukunft will sich das Unternehmen daher wieder stärker auf Billig-PCs

konzentrieren.

Im vergangenen Jahr hatte Gateway bereits seinen Ausstieg aus Märkten außerhalb der USA bekannt gegeben und mehrere Produktionsstätten und Filialen geschlossen. Gleichzeitig wurden rund ein Drittel aller Stellen gestrichen. Jetzt will der PC-Hersteller weitere 19 Geschäftsstellen dicht machen und die Belegschaft um zusätzliche 2250 Mitarbeiter auf 11700 Angestellte reduzieren.