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Firmeninterne E-Mails kosten zu viel Zeit

19.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mitarbeiter von Unternehmen könnten eine Menge Zeit sparen, wenn sie auf das Lesen von privaten E-Mails verzichten würden, die sie von Kollegen erhalten. Das ist ein Ergebnis einer Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner Inc., die in den kommenden Wochen veröffentlicht wird. Dem Bericht zufolge könnten die Angestellten rund 30 Prozent mehr Zeit mit Arbeit verbringen, wenn sie die intern versandte elektronische Post, die Witze oder unproduktive Nachrichten enthält, nicht öffnen würden. Oftmals sind die Mails jedoch nicht eindeutig als Nachrichten von Kollegen zu erkennen, was ein sofortiges Löschen der Mitteilung erschwert. So verbringen die Mitarbeiter von MacDonalds durchschnittlich 49 Minuten täglich damit, E-Mails zu beantworten. Rund 24 Prozent der Angestellten sind mehr als eine Stunde am Tag damit beschäftigt ihre eingegangene Post abzurufen. Nur etwa 27 Prozent dieser Nachrichten sind der Studie zufolge jedoch wirklich von Bedeutung. Sowohl die Regierungen als auch Internet-Service-Provider (ISP) zeigen sich besorgt über die wachsende Zahl von so genannten Spam-Mails, die von außen an Betriebe gerichtet werden.