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Finanznot in der IT-Branche

13.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Von der anhaltend schwachen Branchenkonjunktur sind nicht nur die vielgescholtenen IT-Startups betroffen. Längst sehen auch große europäische Hersteller wie Epcos und Infineon ihre finanzielle Ertragskraft, gemessen am Cash-Flow, schwinden. Damit verteuere sich auf mittlerer Sicht die Finanzierung mit Fremdkapital, warnen Finanzanalysten.

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Anleihen und Kredite würden letztlich aus dem verfügbaren Cash-Flow zurückgezahlt, sagte Maria Bissinger von der Rating-Agentur Standard & Poors (S&P) dem "Handelsblatt". Seit der Weg zu billigem Eigenkapital über die Börse verstopft ist, sei das Thema Cash-Flow stärker in den Blick der Unternehmen gerückt. S&P rechnet etwa bei Epcos mit einem negativen Cash-Flow im laufenden Jahr. Beim Chiphersteller Infineon erwartet die Investmentbank Credit Suisse First Boston ebenfalls einen operativ negativen Cash-Flow. Auf der anderen Seite gilt etwa Microsoft nach wie vor als Cash-Bringer. Auch SAP weist nach Ansicht von Analysten eine gesunde finanzielle Ertragskraft auf. (wh)