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Filtertechniken im Web müssen besser werden

22.12.1999
Studie zu Internet und Jugendschutz

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf dem Markt werden zwar viele Filtertechniken für den Jugendschutz im Web angeboten, diese seien jedoch noch verbesserungsbedürftig in bezug auf Bedienungsfreundlichkeit, Treff- und Manipulationssicherheit. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Jugendschutz und Filtertechnologien im Internet" des Marktforschungsunternehmens Secorvo Security Consulting GmbH, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Auftrag gegeben wurde. Weiter heißt es darin, die verfügbaren Filterprogramme seien überwiegend aus den USA und daher nicht an den deutschsprachigen oder europäischen Kulturraum angepaßt. Zudem fehlten belastbare Kategoriensysteme zur Kennzeichnung von Inhalten, die als Basis für eine flächendeckende qualifizierte Filterung dienen. Die Studie weist jedoch darauf hin, daß die Jugendlichen an erster Stelle über die Möglichkeiten und

Gefahren des Internet aufgeklärt werden müßten. Die Auguren fordern daher als primäres Ziel, eine Medienkompetenz bei Jugendlichen zu schaffen. Zudem müßten soziale Kontrollmechanismen genutzt werden, wie eine Beaufsichtigung oder spätere Kontrolle der von den Jugendlichen aufgesuchten Websites. Des weiteren sollen technische Hilfsmittel wie Filtertechniken weiterentwickelt werden.

Secorvo schlägt ein technisch-organisatorisches System zur Unterstützung des Jugendschutzes auf der Basis freiwilliger Selbstkontrolle vor. Hierbei sollten viele Internet-Anbieter ihre eigenen Websites kategorisieren, so daß die Abrufer möglichst gezielt und individuell zugeschnitten filtern können.