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EU hat DVD-Preise im Visier

11.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf dem Verbraucherwettbewerbs-Tag am heutigen Montag in Stockholm will der EU-Kommissar Mario Monti angeblich das Thema DVD-Preispolitik ansprechen. Wie die Zeitung "Financial Times Deutschland" berichtet, verlangt der Wettbewerbshüter eine Erklärung von den Filmkonzernen, warum etwa alte Filme auf DVD derart teuer sein müssen. Ferner sollen sie erläutern, warum die DVDs mit bestimmten Regionencodes versehen sind, die beispielsweise das Abspielen einer in den USA gekauften Scheibe auf europäischen Geräten verhindert. DVDs seien zwar jenseits des Atlantiks oft günstiger, doch die Verbraucher könnten aufgrund der Ländercodes keinen Nutzen daraus ziehen. Brüssel prüft daher nun, ob sich die Filmkonzerne möglicherweise wettbewerbswidrig verhalten.

Die Filmunternehmen verteidigen die Codierung der DVDs unter anderem mit dem Argument, die Tantiemen für die Künstler ließen sich so einfacher abrechnen. Die Europäische Kommission vermutet jedoch, dass die Konzerne versuchen, den Verbraucher zu übervorteilen.