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EMI schließt Musikabkommen mit Roxio

05.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das britische Plattenlabel EMI stellt erstmals sein komplettes Angebot zum Download zur Verfügung. Gemeinsam mit dem auf CD-Mastering-Software spezialisierten Adaptec-Spinoff Roxio ("Easy CD Creator", "Toast") entwickelt das Unternehmen eine Methode, um digitale Musik sicher auf CD-Rohlinge zu verfrachten. Dies berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Unternehmensquellen. EMI, das unter anderem Pink Floyd, Robbie Williams und Janet Jackson vermarktet, sucht nach den geplatzten Fusion mit Warner Music und dem Gütersloher Medienkonzern offenbar nach Möglichkeiten, um seine Herstellungskosten zu senken.

Details der Kooperation sollen heute veröffentlicht werden. Eins ist bereits klar: Der geplante Dienst soll Geld kosten - möglicherweise nach der Devise "Pay-per-burn". Roxio-Chef Chris Gorog rechnet aber zunächst nur mit geringen Umsätzen. Trotzdem hält er den eingeschlagenen Weg für den richtigen: "Digitale Musik-Abonnement funktionieren nur, wenn man auch brennen darf", glaubt der Manager. "Die Leute wollen Musik in ihrem Walkman oder im Auto hören, nicht am PC. Ich war noch auf keiner Party, wo die Leute um einen Rechner herum standen."