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eKabel plant ohne Microsoft

13.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die eKabel Hessen GmbH wird für ihren interaktiven TV-Service Software von Liberate Technologies und nicht von Microsoft einsetzen. Durch den Deal hätte die Gates-Company auf dem deutschen Markt für interaktives Fernsehen Fuß fassen und den Vorsprung der Konkurrenten Liberate Technologies und OpenTV in Europa aufholen können.

Erst vergangene Woche hatte AT&T seine Strategie für das interaktive TV überarbeitet und bekannt gegeben, selbst eine einfache Set-Top-Box zu entwickeln, die einen Hochgeschwindigkeits-Internet-Zugang ermöglicht. Das war ein weiterer Schlag für Microsoft, da AT&T den Konzern vor zwei Jahren beauftragt hatte, Software für die Set-Top-Box zu entwickeln. Nun verhandelt AT&T sowohl mit Microsoft als auch mit dem Konkurrenten Liberate Technologies über die Herstellung von Software für die einfacheren Versionen.

Finanzielle Details zu den Vereinbarungen zwischen eKabel und Liberate Technologies wurden nicht bekannt. Experten gehen jedoch davon aus, dass der Softwareanbieter für jede Set-Top-Box eine Lizenzgebühr zwischen zwölf und 25 Dollar erheben wird.