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Eine Blaupause fürs weltweite Netz

16.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Pünktlich zu seinem zehnjährigen Jubiläum hat das Word Wide Web Consortium (W3C) das Traktat "Architecture of the World Wide Web, Volume One" als konzeptionelle Blaupause des Netzes veröffentlich. Diese soll vor allem Entwicklern von Web-Anwendungen helfen.

"Das ist ein sehr zeitgemäßes und gut geschriebenes Dokument", lobt Analyst Peter O'Kelly von der Burton Group. "Statt den Leser mit einer unendlichen Zahl unterschiedlicher Specs zu erschlagen, ist dies ein Schnappschuss, der Leuten dabei hilft zu verstehen, was am wichtigsten ist."

Auch Dan Conolly, Mitglied der Technical Architecture Group (TAG) des W3C, die das Dokument verfasst hat, wies darauf hin, dass es nicht nur für Geeks gedacht sei. "Das sollte recht eingängig sein", so der W3C-Mann. "Teile davon sind in Geschichtenform, und wir haben es von jeder Menger Leuten gegenlesen lassen."

Das vor drei Jahren gegründete TAG-Team wird mit neuen Mitgliedern im kommenden Februar zusammenkommen und dann beraten, welche Themen in Volume Two der Architecture of the World Wide Web behandelt werden sollen. In Teil eins geht es unter anderem darum, wie das Web Dokumente miteinander verknüpft, wie es auf große Nutzerzahlen skaliert, und welche Designfehler Entwickler vermeiden sollten. (tc)