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Details zu AMDs K8 alias Sledgehammer

06.10.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf dem Microprocessor Forum im kalifornischen San Jose erläuterte Advanced Micro Devices (AMD) seine Zukunftspläne. Mit dem K8-Chip, neuerdings als "Sledgehammer" bezeichnet, soll Intels Merced, neuerdings als "Itanium" bezeichnet, attackiert werden. Dabei setzt AMD auf die riesige installierte Basis an 32-Bit-Software, die auf dieser Architektur laufen können soll. Der Sledgehammer soll den bekannten x86-Befehlssatz um den 64-Bit-Modus "x86-64" ergänzen, der laut Fred Weber, Vice-President of Engineering, sowohl über ein 64 Bit breiten Adreß- als auch Datenraum verfügt. Dabei erkennt die CPU automatisch, welchen Modus die Software gerade benötigt. "Keine andere 64-Bit-Lösung bietet native 32- und 64-Bit-Kompatibilität", erklärte Weber.

Neben der Erweiterung auf 64 Bit soll der neue Wunderchip zusätzlich von einem neuartigen Systembus namens "Lightning Data Transport" (LDS) profitieren, der Acht-Wege-Systeme mit Transferraten von maximal 6,4 Gbit/s erlaubt und damit jedem heute verfügbaren System (bei 266 Mbit/s ist das Ende der Fahnenstange erreicht) haushoch überlegen wäre. LDS soll laut AMD auch mit heute aktuellen Techniken wie PCI oder SIO (System I/O) kompatibel sein.