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Das Internet ist kein Privileg der Reichen

14.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Zahl der Internet-Nutzer in den USA, die über ein jährliches Einkommen von weniger als 25.000 Dollar verfügen, ist im Februar 2001 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 46 Prozent auf 6,3 Millionen angestiegen. Das ist das Ergebnis einer Studie des US-Marktforschungsinstituts Nielsen/Netratings. Dem Bericht zufolge ist diese Surfer-Gruppe im Verhältnis zu den Internet-Nutzern der höheren Einkommensklassen in den vergangenen zwölf Monaten am stärksten gewachsen. Marktbeobachter führen diese Entwicklung auf das zunehmende Angebot an günstigen PCs und kostenlosen Internet-Zugängen zurück.

In der Frühphase des Internets verfügten hauptsächlich 18-49jährige Männer mit höherer Schulbildung und gehobenen Einkommen über einen Online-Anschluss. Nach Meinung von Netratings-Mitarbeiter T.S. Kelly zeigen die jüngsten Ergebnisse jedoch, dass "der Weg ins Internet jetzt auch Surfern mit geringeren Einkünften offen steht".

Die Mehrheit der amerikanischen Internet-Benutzer gehört jedoch nach wie vor der gehobenen Mittelschicht an (Einkommen: 50.000 bis 75.000 Dollar). In den vergangenen zwölf Monaten ist deren Zahl um 42 Prozent auf 30,4 Millionen gestiegen. Der Anteil der Bürger mit Online-Anschluss und einem Einkommen zwischen 150.000 und einer Millionen Dollar, liegt bei 4,8 Millionen. Diese Gruppe verzeichnete im untersuchten Zeitraum einen Anstieg um 28 Prozent.