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Cray tauscht den CEO aus

16.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Beim amerikanische Supercomputerbauer Cray soll der im August 2003 von IBM geholte Manager Peter Ungaro als neuer CEO die Firma wieder auf Kurs bringen. Der bisherige Chairman und CEO Jim Rottsolk ist zurückgetreten, nachdem Cray Probleme mit seinen großen Projekten und der Aufrüstung seiner drei Produktlinien hat.

Schon vor Monaten gab es Gerüchte, dass sich der von Cray für die Sandia National Labs gebaute massiv-parallele Linux-Opteron-Rechner "Red Storm" verzögern würde. Cray erklärte seinerzeit aber, es liege im Plan und habe auch bereits entsprechende Teilzahlungen für das Projekt erhalten. Ungaro musste aber vergangene Woche einräumen, dass Cray aufgrund von Verzögerungen bei einigen seiner größten Projekte für das zweite Quartal einen Verlust von 23,8 Millionen Dollar oder 27 Cent pro Aktie ausweisen müsse bei Einnahmen von 53,4 Millionen Dollar.

Die Erlöse des Herstellers schwächeln, seit er im März 2000 von Tera Computer aus Silicon Graphics herausgekauft wurde. Verwaltungsrat und Anleger haben nun offenbar die Geduld verloren, was Rottsolk den Job gekostet hat (auch wenn er dieses Jahr noch Chairman bleibt). (tc)