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Comdirect ordnet Kurzarbeit an

31.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter des Online-Brokers Comdirect AG, einer Tochter der Commerzbank, geht ab 1. Oktober in Kurzarbeit - 20 Prozent weniger Gehalt und Arbeit hat das Unternehmen angeordnet. Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge sind 765 Beschäftigte in Call Centern und Verwaltung betroffen. Insgesamt beschäftigt Comdirect rund 1300 Mitarbeiter. Der Betriebsrat habe der Kurzarbeit notgedrungen zugestimmt, um Entlassungen zu vermeiden. Die Arbeitsämter hätten die Kurzarbeit bereit genehmigt und übernähmen bis zu zwei Drittel der Differenz zum alten Nettoeinkommen. Obwohl die beiden Konkurrenten Direkt Anlage Bank und Consors zuletzt ähnlich schlechte Zahlen wie Comdirect abgeliefert hatten, planen beide nach eigenen Angaben keine vergleichbaren Maßnahmen.