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Cisco und 3Com vertagen Heimnetzwerke

10.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Cisco und 3Com haben die Einführung gemeinsam entwickelter Highend-Produkte zur Vernetzung von elektronischen Geräten in Privathaushalten verschoben. Noch im Juni 2000 hatten die Network-Firmen verkündet, das erste Heimnetzwerkmodul werde Anfang 2001 für rund 500 Dollar in den Handel kommen. Als Begründung für den Rückzug nannten die Unternehmen die schleppende Marktentwicklung. "Vor einem halben Jahr dachten wir noch, dieser Bereich würde schneller in die Puschen kommen," gestand eine Sprecherin von 3Coms Residential Connectivity Group die Fehleinschätzung.

Analysten des Marktforschungsunternehmens Meta Group sehen die Zukunft im Heimnetzwerkmarkt eher in Lowend-Geräten. Bei den Verbrauchern spiele vor allem der Preis eine Rolle. Kaum einer werde sich beispielsweise ein 500 bis 600 Dollar teures Tool für die Anbindung von zwei PCs an einen 200-Dollar-Drucker zulegen. Billiger komme der Anwender mit einem zweiten Drucker davon. Erfolgsentscheidend sind den Auguren zufolge zudem die Faktoren Bedienungsfreundlichkeit, Option auf Wireless-Verbindung sowie hohe Übertragungsgeschwindigkeit.