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Bund legt 3 Milliarden Euro hohes IT-Förderungsprogramm auf

27.02.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Bundesregierung will im Rahmen der "IT-Forschung 2006" drei Milliarden Euro in die deutsche IT-Industrie investieren. Rund 1,5 Milliarden Euro davon sollen in die Projektförderung, weitere 1,5 Milliarden Euro in die Förderung von Forschungseinrichtungen fließen. Schwerpunkte sind die Bereiche mobiles Internet, optische Netze und Software. Forschungsministerin Edelgard Bulmahn sagte bei der Vorstellung des Programms in Berlin, mit den bereit gestellten Mitteln könnten deutsche Unternehmen Vorreiter bei Internet-Technologien werden. Ziel sei eine weltweite Spitzenposition beim mobilen Internet bis 2006.

Nach Angaben der SPD-Politikerin sind die Fördermittel für die Informationstechnik einschließlich des Bereichs Neue Medien in der Bildung seit 1998 bereits um 39,5 Prozent gestiegen. Nun gelte es, mit vereinfachten Vergabebestimmungen besonders den kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugang zu den Fördermitteln zu ermöglichen. Bulmahn erklärte, von den rund 20 000 Softwarefirmen hierzulande seien 98 Prozent Klein- und Mittelständler, bislang wären jedoch nur 16 Prozent von ihnen in die Förderung miteinbezogen.

Auch Jörg Harms, Vizepräsident des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom), sieht das Potenzial der deutschen ITK-Wirtschaft bei weitem noch nicht ausgeschöpft: Obwohl die Branche mit 822 000 Beschäftigten im Moment den am stärksten wachsenden Arbeitsmarkt darstelle, trage sie derzeit nur 6,8 Prozent zum Bruttosozialprodukt bei und liege damit in der EU an vorletzter Stelle. (mb)