Podcast Mitarbeiterbindung

"Bei dieser Firma bin ich gerne"

26.07.2022
Von 
Beate Wöhe leitet als Director Experts Network das IDG Experten-Netzwerk für alle Online-Portale der IDG Tech Media GmbH. Sie hat diese Position nach über zehnjähriger Tätigkeit als Redakteurin und leitende Redakteurin des IDG-Titels ChannelPartner im Juli 2014 übernommen. Ihr obliegt die Betreuung der Experten sowie der weitere Ausbau der Community.
Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung gibt es wie Sand am Meer. Aber nicht alle funktionieren überall gleich. Prof. Dr. Martin Klaffke erklärt in unserem Podcast warum und gibt Tipps für die Mitarbeiterbindung.
Mitarbeiterbindung ist kein Selbstläufer. Hören Sie, welche Maßnahmen Unternehmen ergreifen sollten.
Mitarbeiterbindung ist kein Selbstläufer. Hören Sie, welche Maßnahmen Unternehmen ergreifen sollten.
Foto: Africa Studio - shutterstock.com

"Laut Studien werden ab einem Einkommen von rund 75.000 Dollar andere Dinge wie beispielsweise Autonomie oder Sinnfindung wichtiger als Geld", sagt Martin Klaffke, Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Aber wenn nicht Geld, wie gelingt es Firmen sonst, ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu halten? Hören Sie selbst:

Individualisierung ist die Königsdisziplin

Mitarbeiterbindung besteht aus Sicht des Experten aus drei Komponenten:

  • kalkulatorisches Commitment (persönliche Abwägung aller Faktoren)

  • moralische Verpflichtung gegenüber dem Unternehmen (Loyalität)

  • affektives Commitment (Werte, Wünsche und Vorstellungen passen)

Prof. Dr. Martin Klaffke beschäftigt sich unter anderem mit den Themen Personalmanagement, New Work, Diversity und Agile Arbeitswelten.
Prof. Dr. Martin Klaffke beschäftigt sich unter anderem mit den Themen Personalmanagement, New Work, Diversity und Agile Arbeitswelten.
Foto: Anna Drabinski

Um eine möglichst hohe Mitarbeiterbindung zu erreichen, stehen Unternehmen vor der Herausforderung, möglichst allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Angebote zu unterbreiten, die sie dazu bewegen, zu bleiben. Dabei spielt unter anderem das so genannte "Cafeteria-System", das der Experte erläutert, eine Rolle. "Aus einer Vielfalt an Maßnahmen kann dann auf die individuell herausgearbeiteten Wünsche und Vorstellungen des Einzelnen reagiert werden." Wichtig sei dabei laut Klaffke ein persönliches Gespräch, um herauszufinden, was die einzelne Person braucht. Denn viele unterschiedliche Aspekte können dazu führen, dass Menschen zu ihrem Arbeitsplatz sagen "Da bin ich gerne". (bw)