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Autodesk-Aktie auf Talfahrt

21.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Aktie der vor allem durch ihre CAD-Software "Autocad" bekannten US-Softwareschmiede Autodesk fiel am vergangenen Freitag um rund acht Prozent zum Fixing auf 14,38 Dollar, nachdem das Papier noch Anfang März ein 52-Wochen-Hoch von 23,68 Dollar erreicht hatte. Grund für die aktuelle Talfahrt waren das jüngste Quartalsergebnis sowie der Weggang von CFO (Chief Financial Officer) Steve Cakebread.

Für das abgeschlossene erste Quartal wies Autodesk einen Nettogewinn von 17,6 Millionen Dollar oder 15 Cent pro Aktie aus, das sind 37 Prozent weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahres (27,9 Millionen Dollar/25 Cent je Anteilschein). Auch der Umsatz ging im Jahresvergleich von 245,7 auf 229,3 Millionen Dollar zurück. Doch damit nicht genug: Für das laufende zweite Quartal erwartet Autodesk bei Einnahmen zwischen 210 und 220 Millionen Dollar auf Proforma-Basis nur einen Gewinn zwischen acht und 13 Cent pro Aktie nach 16 Cent im ersten Quartal. Die Wall-Street-Analysten tippten laut First Call/Thomson Financials bislang auf 16 Cent je Anteilschein.

Finanzchef Cakebread legt sein Amt zu Ende des Monats nieder. Er wechselt dann in gleicher Position zum CRM-ASP (Customer Relationship Management Application Service Provider) Salesforce.com. Bis ein geeigneter Nachfolger gefunden ist, übernimmt Vice President Corporate Finance Martha McDonald Cakebreads Aufgaben. (tc)