Instant Apps

Android-Apps streamen statt installieren

24.01.2017
Ab sofort können erste Android-Nutzer Instant Apps auf ihrem Smartphone oder Tablet testen: Hierbei werden nach einer Google-Suche App-Funktionen auf das Android-Gerät gestreamt, statt heruntergeladen.

Anwendungen auf dem Android-Smartphone oder -Tablet nicht dauerhaft installieren, sondern bei Bedarf auf das Gerät streamen: Das ermöglichen die Instant Apps, die Google nach eigenen Angaben für einige Nutzer freigeschaltet hat. Dabei werden die Android-Anwendungen in mehrere Module unterteilt und beim Aufrufen über die Google-Suche nur die für die eine bestimmte Funktion benötigten Teile temporär auf das Smartphone oder Tablet heruntergeladen. Instant Apps sollen sich vor allem bei selten genutzten Apps oder für den schnellen Zugriff ohne vorherige Installation aus dem Google Play Store eignen.

Instant Apps eignen sich vor allem bei selten genutzten Apps.
Instant Apps eignen sich vor allem bei selten genutzten Apps.
Foto: Google

Denkbar ist eine Instant App zum Beispiel beim Bezahlen über NFC für eine Auto-Parkplatz. Nachdem das Smartphone an den NFC-Tag gehalten wird, öffnet sich der Teil der Anwendung, der zum Einstellen der Parkzeit und für das Bezahlen nötig ist. Nach dem Schließen verschwindet der genutzte Teil der Anwendung wieder vom Smartphone. Funktionieren soll das Feature auf allen Android-Smartphones und -Tablets mit Android 4.1 Jelly Bean oder einer neueren Android-Version. Erste Instant-Apps sind BuzzFeed, die Shopping-App Wish, Periscope und die Streaming-App Viki. Hierzulande scheint das Feature zum Testen aber noch nicht verfügbar zu sein.

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Auf der Entwicklerkonferenz I/O 2016 hat Google das Feature vorgestellt, Inhalte aus Android-Apps für die Google-Suche indiziert das Unternehmen aber schon seit zwei Jahren. Ab heute bietet Google Android-Entwicklern eine Anleitung, wie sie ihre eigenen Anwendungen für Instant Apps vorbereiten. Das vollständige SDK wird in den kommenden Monaten veröffentlicht, wodurch Android Studio und die Android-APIs für die Umstellung zur Verfügung stehen. Für das neue Feature müssen Entwickler ihre Apps nicht von Grund auf neu entwickeln, sondern lediglich Anpassungen an den vorhandenen Anwendungen vornehmen. Das ist laut Google, je nach Aufbau der App, innerhalb eines Tages möglich.

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