Beliebteste Arbeitgeber in Europa 2008

Wo junge Informatiker arbeiten wollen

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Europäische IT-Studenten möchten am liebsten in amerikanischen Unternehmen arbeiten.

Nur Nokia und Sony haben es geschafft, die Phalanx der US-Unternehmen zu durchbrechen: Unter den zehn attraktivsten IT-Arbeitgebern in Europa finden sich sonst nur US-Firmen. Die Nummer eins in der Gunst der europäischen Informatikstudenten ist IBM, es folgen Microsoft, Apple, Intel und AMD. Zu diesem Ergebnis kommt das Trendence-Institut in der aktuellen Auswertung seines europäischen Studentenbarometers.

Unternehmen als Marken: Employer Brands

US-Unternehmen dominieren eindeutig die Liste der unter den europäischen Informatikstudenten beliebtesten Arbeitgeber.
US-Unternehmen dominieren eindeutig die Liste der unter den europäischen Informatikstudenten beliebtesten Arbeitgeber.
Foto: Trendence

"Traditionell sind den Studierenden bei der Wahl ihres Arbeitgebers Kriterien wie der Erfolg eines Unternehmens am Markt, die Attraktivität von Produkten und Dienstleistungen sowie die konkreten Arbeitsaufgaben am wichtigsten", kommentiert Trendence-Beraterin Lena Steinberg das Ergebnis. Das gelte auch für die europäischen IT-Studierenden, die im European Student Barometer 2007 IBM, Microsoft und Apple als Top-Arbeitgeber gewählt haben. "Diese Unternehmen haben gemeinsam, dass sie als Marken ständig präsent sind und eine hohe Anziehungskraft vermitteln. Außerdem rekrutieren sie in zahlreichen Ländern Europas ihre zukünftigen Mitarbeiter und sind deshalb flächendeckend als Employer Brands bekannt", so Steinberg.

US-Firmen als Karrieresprungbrett

Sie führt noch ein weiteres Argument an: Mit Firmen wie Apple oder Sun würden immer noch die Erfolgsgeschichten des Silicon Valley in Zusammenhang gebracht, und sie ständen für beispielhafte Karrieren am Puls der IT-Branche. "Für Informatikabsolventen stellen amerikanische Unternehmen das Karrieresprungbrett schlechthin dar", ist die Trendence-Analystin überzeugt - eine Einschätzung, die den deutschen IBM-Personalgeschäftsführer Christoph Grandpierre nur freuen kann. Er setzt auf solide und klassische Personalarbeit - mit innovativen Akzenten, wie er betont: "Auch wir als großes IT-Unternehmen müssen um die besten Köpfe kämpfen." Er biete dem Nachwuchs ein breites Praktikantenprogramm an und bilde mit den Berufsakademien IT-Spezialisten aus.