Digitalisierung

Wissen und Fortschritt in Sachen Digitalisierung werden in allen Branchen darüber entscheiden, ob sich Unternehmen im Wettbewerb durchsetzen können. Die technischen Voraussetzungen für die digitale Transformation werden immer besser. Trotzdem ist der Weg für Unternehmen noch weit, denn sie sind oft in verkrusteten Organisations- und IT-Infrastrukturen gefangen.

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Auf einen Blick

Das Wichtigste zum Thema Digitalisierung:

  • Große Unternehmen neigen dazu, angesichts der strukturellen Behäbigkeit im eigenen Konzern bei der digitalen Transformation auf eine Vorreiterrolle zu verzichten und sich als "Smart Follower" in die zweite Reihe zu stellen. Das ist riskant, geht es doch bei der Digitalisierung nicht nur um eine technische Herausforderung, sondern um eine Transformation mit teils disruptiven Veränderungen, die das gesamte Unternehmen erfasst. Deshalb muss der Umbau von der Konzernspitze ausgehen – frühzeitig, mit aller Konsequenz und ohne Tabus.
  • Wer die Digitalisierung ernst nehmen will, muss alles in Frage stellen: die bisherigen Kundenbeziehungen, den laufenden Betrieb und die Arbeitsorganisation, die Produkte und Services – ja, das ganze Geschäftsmodell.  Wem die Transformation zu weit geht, der sollte bedenken: Herausforderer, oft noch unsichtbar und mit einem IT-Hintergrund, stehen in den Startlöchern, um sich Teile der Wertschöpfungsketten anzueignen.
  • In den vergangenen Jahrzehnten haben wir uns daran gewöhnt, das unternehmerische Heil in standardisierten und automatisierten Prozessen zu sehen. Doch in Zeiten von Machine Learning, Cognitive Computing oder fortgeschrittener Robotik greift das zu kurz. Digitalisierung verlangt, dass sich Unternehmen im Grundsatz über ihre Geschäftsmodelle Gedanken machen und die digitale Transformation ganzheitlich angehen.

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Digitale Transformation lässt keinen Stein auf dem anderen

 

  • Obwohl sich inzwischen zahlreiche CEOs zur Digitalisierung bekennen, finden sie nicht immer zu einer klaren Vision. Hinzu kommt, dass sie nicht in der Lage sind, die digitale Transformation umfassend und unter Beteiligung aller Stakeholder anzugehen und umzusetzen. Insbesondere in großen Konzernen ist das Beharrungsvermögen groß.
  • Daten und Algorithmen sind der Treibstoff für die Digitalisierung. Dort, wo es gelingt, Verständnis für Informationstechnik im Business und in den Fachbereichen zu verankern und entsprechende Skills aufzubauen, sin die Chancen für eine rasche Transformation am größten.
  • In Zeiten revolutionärer Veränderungen ist es wichtig, sich von überkommenen Prozessen, Legacy-Systemen, manchmal auch Geschäftsmodellen zu trennen. Das gelingt vielen Unternehmen nicht  - vor allem dann nicht, wenn noch Umsätze auf die traditionelle Weise eingefahren werden. In diesen Fällen wird der Fokus nicht stark genug auf die anstehende digitale Transformation gelegt. Die Gefahr, zu spät in neuen Märkten anzukommen, ist groß.

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5 vor 12 - Die digitale Transformation wartet nicht

Mit der Digitalisierung beschäftigen sich nicht nur große ITK-Anbieter wie IBM, Hewlett-Packard, SAP, Oracle, Microsoft oder Cisco. Da es sich um tiefgreifende Change-Themen handelt, sind meist auch externe IT-Dienstleister und Beratungshäuser involviert, beispielsweise T-Systems, Accenture, Capgemini oder Atos.
In Projekten rund um die Digitalisierung geht es meist um eine tiefgreifende Transformation, die an der Konzernspitze beschlossen und eingeleitet wird. Das öffnet Türen für die großen Management-Beratungen wie McKinsey, Bain & Company, Boston Consulting Group, Roland Berger, Oliver Wyman, AT Kearney oder PwC. Und schließlich gehen  auch große Industriekonzerne wie Siemens, Bosch, ABB oder General Electrics (GE) in Vorlage. Sie bieten Systeme und Lösungen für Industrie 4.0 und das Internet of Things an.