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Dropbox, iCloud, HiDrive, Mozy

Neun Online-Festplatten im Test

Stefan von Gagern ist diplomierter Medientechniker (FH) und war als Redakteur und Ressortleiter bei den Fachtiteln "Screen Busines Online" und "Page" tätig. Später lehrte er als Dozent für Medienkonzeption im Master-Studiengang "Multimedia Production" an der Fachhochschule Kiel. Heute schreibt er als freier Fachjournalist und Autor über Themen wie Publishing, Internet, Social Media und Digital Lifestyle. Parallel berät er Unternehmen bei der Konzeption und Umsetzung von Social-Media-Auftritten.

Platz 1 - Strato HiDrive: Preis-Leistung top

Im Webbrowser erinnert die Oberfläche von HiDrive an eine NAS-Netzwerkfestplatte.
Im Webbrowser erinnert die Oberfläche von HiDrive an eine NAS-Netzwerkfestplatte.
Foto: Stefan von Gagern

Online-Storage Anbieter wie Dropbox erfordern oft nicht nur spezielle Software, sondern kochen auch bei der Dateiübertragung mit proprietären Formaten ihr eigenes Süppchen. Mit HiDrive bietet die Berliner Telekom-Tochter Strato einen Speicher, der mit Standards wie SMB, WebDAV, FTP oder Rsync arbeitet und auf hohe Sicherheitsstandards wie TÜV-geprüfte Verfügbarkeit und Datenschutz nach deutschem Recht setzt. Beeindruckend ist nicht nur der Platz, den es bei Strato fürs Geld gibt: Strato fuhr bei unserer Messung auch Top-Ergebnisse in Sachen Konsistenz, Verfügbarkeit und Performance aus Enduser-Sicht ein.

Auf iPhone, iPad, WindowsPhone und Android-Smartphone bietet die kostenlose HiDrive-App Zugriff auf die gespeicherten Dateien.
Auf iPhone, iPad, WindowsPhone und Android-Smartphone bietet die kostenlose HiDrive-App Zugriff auf die gespeicherten Dateien.
Foto: Stefan von Gagern

Für Privat- oder Firmenkunden hat Strato Pakete geschnürt, die Kunden mit sechs, zwölf oder 24 Monaten Laufzeit buchen können. Dabei gibt es Speicher satt. Privatnutzer können zum Beispiel 20 Gigabyte ab monatlich 1,49 Euro und 100 GB ab 4,90 Euro buchen. Unternehmen erhalten für die Monatsgebühr großzügig Speicherplatz und Nutzerlizenzen. Vor Vertragabschluss bietet Strato eine kostenlose 30-Tage-Demo zum Ausprobieren, für die sich der Tester bereits für ein Volumen entscheiden muss. Beim Anfordern des Demos verlangt Strato dann auch bereits die Bankdaten für die Einzugsermächtigung ab dem zweiten Monat. Wer ausprobieren will, muss also bestellen und dann rechtzeitig kündigen - eine große Hürde, will man nur einen Blick auf die Funktionen werfen. Zum Glück gibt es alternativ noch HiDrive Free für einen kostenlosen Test mit einfacher Anmeldung.

Mit WebDAV ohne Client

Für den unverbindlichen Test - oder dauerhaftes Gratis-Nutzen - gibt es alternativ noch die Free-Version (free-hidrive.com), die fünf Gigabyte kostenlosen Online-Speicher samt unkomplizierter Anmeldung bietet.
Für den unverbindlichen Test - oder dauerhaftes Gratis-Nutzen - gibt es alternativ noch die Free-Version (free-hidrive.com), die fünf Gigabyte kostenlosen Online-Speicher samt unkomplizierter Anmeldung bietet.
Foto: Stefan von Gagern

Sehr überzeugend fällt der Client für Windows oder MacOS aus, der direkt vom Desktop aus schnellen Zugriff auf alle Ordner bietet. Das Ganze funktioniert per WebDAV-Protokoll auch ohne Client. Up- und Downloads großer Dateien liefen in unserem Test erfreulich flott, womit sich Hidrive schnell als zuverlässiger Dauerbegleiter erwiesen hat. Im Browser kann Hidrive ebenfalls überzeugen; nur der Upload erfordert einzelnes Auswählen von Dateien. Hier ist beispielsweise Box komfortabler.

Fazit: Hier stimmen nicht nur das Preis-Leistungsverhältnis, sondern auch Bedienung und Technik. Mit HiDrive Free wird die etwas hohe Einstiegshürde der Demo wieder ausgeglichen. Die Performance-Werte sind herausragend und gerade aus Endnutzersicht nicht zu toppen. Der Kunde weiß außerdem genau, wo seine Daten liegen - direkt bei Strato in Deutschland. Besser geht es fast nicht: Strato HiDrive heimst den "CW Website Award" in Gold ein!