BI.apps und Movilizer

Mobile Business-Anwendungen selbst erstellen

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Neue Entwicklungskonzepte wie "BI.apps" von GIA und die "Movilizer"-Plattform von Movilitas machen mobile Anwendungen auch für kleine Firmen erschwinglich.
Neue Konzepte und Lösungen machen mobile Anwendungen auch für kleine Unternehmen erschwinglich. Foto: Fotolia.com/morganimation
Neue Konzepte und Lösungen machen mobile Anwendungen auch für kleine Unternehmen erschwinglich. Foto: Fotolia.com/morganimation
Foto: Fotolia/morganimation

Zusammen mit den Smartphones haben mobile Anwendungen Einzug in manche Unternehmen gehalten. Der hohe Projektaufwand, fehlendes internes Know-how und die nur schwer abzuschätzenden Entwicklungskosten schrecken jedoch viele Kleinbetriebe ab, an die eigenen Abläufe angepasste mobile Anwendungen zu nutzen. Oft begnügen sie sich mit der Möglichkeit, auch unterwegs E-Mails empfangen oder auf Websites zugreifen zu können, bestenfalls kommen einfache Productivity-Tools zum Einsatz. Dabei gibt es durchaus erschwingliche Lösungen, die nicht von der Stange kommen, sondern an individuelle Bedürfnisse und Geschäftsabläufe angepasst werden können.

Do-it-Yourself-Lösung

Das Leverkusener Unternehmen GIA (Gesellschaft für industrielle Automatisierung) bietet etwa mit "BI.apps" eine Komplettlösung zum Selbsterstellen mobiler Anwendungen an. Anwender sollen damit in der Lage sein, nach dem Do-it-Yourself-Prinzip Unternehmens- oder Produktionsdaten in native mobile Anwendungen umzusetzen. Denkbar sind laut GIA beispielsweise Applikationen für das Anzeigen und Eingeben von Daten aus SAP- und anderer Unternehmenssoftware, von Lagerbeständen oder Anlagenzuständen. Auch die Nutzung für das bidirektionale Vertriebs- und Kontakt-Management, für Genehmigungsprozesse und für die mobile Datenerfassung in der Instandhaltung ist denkbar. Dem Unternehmen zufolge unterstützt der Baukasten praktisch alle Systeme, also Datenbanken (Access, Excel, Oracle, SAP, SQL Server), Steuerungen und Leitsysteme (OPC), Web-Services sowie die RFID-Auswertung.

Client-seitig laufen die erstellten Anwendungen auf den unterschiedlichsten Mobilgeräten wie Smartphones, PDAs, Tablet-PCs, Net- und Notebooks. Als Plattformen werden dazu Blackberry, Windows 6.5, Windows, Android und Symbian (Java) unterstützt, jedoch nicht das in iPhone und iPad laufende iOS. Wie GIA-Geschäftsführer Armin Winkler erklärte, ist das iPhone aktuell bei den bestehenden Kunden - dazu zählen Großunternehmen wie RWE, Bayer und Böhringer - nur wenig gefragt. Sollte sich die Situation ändern, würde GIA aber nachliefern.

Der Aufbau der BI.apps-Plattform von GIA: Alle Komponenten laufen auf herkömmlichen PCs vor Ort.
Der Aufbau der BI.apps-Plattform von GIA: Alle Komponenten laufen auf herkömmlichen PCs vor Ort.

Die BI.apps-Plattform besteht aus drei Komponenten: Zentrales Element ist der "BI.apps Editor", die Anwendung läuft auf herkömmlichen Windows-Rechnern und erstellt die mobilen Applikationen. Der "BI.apps Client" führt die Anwendung anschließend auf dem Endgerät aus. Die "BI.Apps Engine" - wiederum ein einfacher PC - verbindet schließlich das mobile Device über die Anwendung und das Internet mit den erforderlichen Daten.