Königsdisziplin Enterprise-Content-Management

14.11.2001 | von Ulrich Kampffmeyer
MÜNCHEN (CW-EXTRA) - E-Mails, elektronische Dokumente verschiedenster Formate und operative Daten überfluten die Systeme. Unterschiedlichste Lösungen sollen helfen, die Informationen in den Griff zu bekommen.

Alljährlich bringt die IT-Branche neue Schlagworte auf. Manche davon haben nicht mal eine Halbwertszeit von einem Jahr, andere dagegen stehen für Entwicklungen, welche die IT-Landschaft nachhaltig verändern. Enterprise-Content-Management (ECM) gehört zu den Letzteren. 1999 tauchte der Begriff vermehrt in Publikationen auf.

Auslöser dafür war, dass der internationale Dachverband der Dokumenten-Management-Branche, die AIIM International, sich neu orientierte und IBM die bisherige Enterprise-Document-Management-Produktlinie in Enterprise-Content-Management umbenannte. Anbieter aus dem Internet-Umfeld verwenden den Begriff dagegen schon länger. Für Anwender stellt sich nun das Problem, welche technischen Lösungen und welche Funktionen Content-Management zuzuordnen sind.

Content ist mehr als Inhalt

So zeigt sich, dass schon allein der Begriff "Content" nicht eindeutig fassbar ist. Klar ist nur, dass er mehr bedeutet als lediglich ein neues Etikett für das althergebrachte Dokument. Selbst die Abgrenzung zwischen un- oder schwachstrukturierten Daten greift nicht mehr, denn Content wird heute in Datenbanken verwaltet und die bisher gültige Klassifizierung in strukturierte und unstrukturierte Informationen ist längst hinfällig. Allgemein gesagt ist Content alles, was sich an inhaltlicher Information in Systemen speichern lässt.

Es gibt jedoch Merkmale, die es erlauben, Content von anderen Inhalten zu unterscheiden. So setzt er sich immer aus dem Inhalt und zugehörigen Meta-Informationen zusammen. Diese Meta-Informationen müssen für den Nutzer nicht unbedingt sichtbar sein. Sie dienen vorrangig der Verwaltung und Kontrolle des eigentlichen Inhalts.