Königsdisziplin Enterprise-Content-Management

14.11.2001 | von Ulrich Kampffmeyer

ECM Knowledge-Management: Aufbereitung von strukturierten und unstrukturierten Informationen und automatische Klassifikation sowie einschließlich Computer based Training (CBT).

Drei Varianten für ECM

Betrachtet man die Definitionen der unterschiedlichen Anwendungsbereiche von ECM und WCM, wird deutlich, dass heute noch vorhandene Unterschiede in den Systemkategorien sich nicht mehr lange aufrechterhalten lassen. Dies gilt für die Produkte und die technischen Plattformen ebenso wie für die Nutzungsmodelle.

Was heute noch als reine Inhouse-Lösung im Einsatz ist, soll morgen bereits dem Partner oder Kunden zugänglich sein. Die Inhalte und Strukturen eines heutigen, auf Außenwirkung ausgerichteten Web-Portals soll morgen bereits die Plattform für die interne Informationsbereitstellung sein. Der Anspruch eines ECM-Systems reduziert sich dann auf drei wesentliche Ideen, die solche Lösungen vom Web-Content-Management unterscheiden:

Bei Variante eins fungiert ECM als integrative Middleware. Es hilft dabei, die Restriktionen bisheriger vertikaler Anwendungen und Inselarchitekturen zu überwinden. Der Anwender sieht im Prinzip nicht, dass er mit einer ECM-Lösung arbeitet. Für die Kategorie Web-basierter IT, die sich als dritte Plattform neben herkömmlichen Host- und Client/Server-Systemen etabliert hat, bietet ECM die notwendige Infrastruktur. Für die Einführung und Nutzung von ECM spielt daher Enterprise Application Integration (EAI) eine besondere Rolle.

In Variante zwei kommen ECM-Komponenten als unabhängige Dienste ins Spiel. Dabei lassen sich Informationen unabhängig von der Quelle und unabhängig von der benötigten Nutzung verwalten. Die Funktionen stehen hier als Dienst bereit, der sich von verschiedensten Anwendungen nutzen lässt. Der Vorteil eines Dienstekonzeptes ist, dass für jede Funktion jeweils nur ein allgemeiner Dienst zur Verfügung steht und redundante, aufwändig zu pflegende und teure Parallelität vermieden wird.