Wordpress, Joomla, Drupal und TYPO3

Die besten kostenlosen CMS

Christoph Plessner
Christoph Plessner ist geschäftsführender Gesellschafter der visual4 GmbH in Stuttgart. Er verfügt über 10 Jahre Erfahrung im Bereich Beratung und Projektmanagement bei webbasierten Open Source CMS und CRM Systemen für mittelständische Unternehmen. Zusätzlich war er als Dozent an der Macromedia Hochschule für Medien im Bereich strategische Kommunikation tätig. Seine Themenschwerpunkte sind Kundenbeziehungsmanagement und Online Marketing.
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Simon Hülsbömer
Simon verantwortet auf Computerwoche und CIO online redaktionell leitend reichweitenstarke und populäre IT-Themen an der Schnittstelle von B2B und B2C. Er entwickelt darüber hinaus  innovative Darstellungsformate, beschäftigt sich besonders gerne mit Datenanalyse und -visualisierung und steht für Reportagen und Interviews vor der Kamera. Sein persönliches Steckenpferd sind alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz. Außerdem betreut der studierte Media Producer den täglichen Früh-Newsletter der Computerwoche. Aufgaben in der Traffic- und Keyword-Analyse, dem Content Management sowie die inoffizielle Funktion "redaktioneller Fußballexperte" runden sein Profil ab.
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TYPO3

TYPO3 steht für die lange Entwicklung eines erfolgreichen Systems. Der Däne Kaspar Skårhøj begann bereits 1997 mit der Programmierung von Prototypen für ein neuartiges System, bei dem Web-Inhalte getrennt von Design und Konfiguration vom Kunden selbst verwaltet werden können. Nach Restrukturierungen und Anpassungen erschien 2000 die erste Betaversion, die von der Open-Source-Gemeinde gründlich unter die Lupe genommen wurde. Nachdem dann der Code im Sommer 2001 noch einmal grundlegend überarbeitet wurde, erschien kurz darauf die finale Version von TYPO3.

Der nächste große Entwicklungsschritt wurde mit Version 6.0 getan. Bei diesem Release erfolgten Neuerungen vor allem im Hintergrund, aber auch im Administrationsbereich. File Abstraction Layer, die Umgestaltung des Extension Managers und optische Anpassungen sind hier einige Beispiele der langen Änderungsliste. Derzeit befindet sich TYPO3 im Versionsstatus 7, in dem es unter anderem ein neues Responsive Backend (7.1), eine Backend-Login-API (7.3) und einen verbesserten Datei-Upload (7.4) spendiert bekam. Im Laufe des Jahres soll Version 7.6 LTS mit dreijähriger Langzeitunterstützung erscheinen.

TYPO3-Homepage im November 2015
TYPO3-Homepage im November 2015

Mit TYPO3 Neos erschien im Dezember 2013 ein Ableger von Version 7.0 mit grundlegend neuer Architektur, basierend auf dem eigens entwickelten Framework TYPO3 Flow (aktuelle Version 2.2.0), in dem vor allem moderen Konzepte wie MVC (Model View Controller) berücksichtigt werden. Damit soll beispielsweise die Anbindung des CMS an ein CRM-System möglich werden. Neos ist seit August 2015 in Version 2.0 erhältlich, die unter anderem auch mit Cloud-Unterstützung für Medieninhalte aufwartet.

Fakten: TYPO3 weist über sechs Millionen Downloads auf und kommt verstärkt im europäischen Raum zum Einsatz. Das Enterprise-Content-Management-System wird in über 50 Sprachen sowie mit über 5000 Erweiterungen angeboten. Die Community ist sehr stark und zählt über 100.000 Mitglieder, die sich aktiv an der Weiterentwicklung beteiligen.

System: TYPO3 wurde 2001 veröffentlicht und steht aktuell in der Version 7.4 unter der GNU-GPL-Lizenz zur Verfügung. TYPO3 basiert auf PHP 5.3.7 sowie Javascript und unterstützt die Datenbanken MySQL 5.1.x, PostgreSQL und Oracle. Zusätzlich werden weitere PHP-Module wie zlib, Graphics- oder ImageMagick empfohlen. Die Systemanforderungen variieren jedoch je nach eingesetzter Version des Systems. Die aktuelle LTS-Version ist die 6.2. Die nächsten mit Long Term Support werden sehr bald die Version 7 und ab Mitte 2017 auch Version 8 sein.

Vorteile: TYPO3 beinhaltet alle Funktionen, die ein Enterprise-Content-Management-System auszeichnen. In der Grundinstallation wird bereits eine multilinguale Unterstützung mit Fallback-Funktion bereitgestellt. Eine Multidomain-Unterstützung, um mehrere Seiten über eine TYPO3-Installation zu verwalten, wird ebenfalls ermöglicht. Die integrierte Rechteverwaltung ist sehr umfangreich und ermöglicht den Administratoren, unterschiedliche Rollen und Rechte für die Benutzer einzurichten. Der Administrator kann unter anderem. festlegen, welche Eingabefelder von Inhaltselementen gesehen oder bearbeitet werden können.

In diesem Zusammenhang können in TYPO3 auch die Freigabeprozesse individuell über so genannte Workspaces definiert und abgebildet werden. Der modulare Aufbau, die starke Konfigurationssprache Typoscript und die Möglichkeit, Veränderungen des Codes mit XClasses lokal auszulagern, machen TYPO3 nahezu unbegrenzt erweiterbar und anpassbar. Ferner erlauben sie so eine unkomplizierte Anbindung an weitere Systeme wie zum Beispiel ERP- oder CRM-Lösungen. Die LTS Version (Long Term Support) bietet den Unternehmen einen sehr hohen Grad an Service und Support in Bezug auf die Kompatibilität der Erweiterungen, welche bei Drupal und Joomla nicht immer gewährleistet ist. Sicherheits-Updates haben bei TYPO3 grundsätzlich einen sehr hohen Stellenwert.

Nachteile: Die Lernkurve ist im Vergleich zu den anderen Systemen eher flach, und die Installation, Konfiguration und Administration erfordert Fachwissen, um TYPO3-Fehler zu vermeiden. Hier bieten jedoch eine Vielzahl an Büchern und Dokumentationen Hilfe. Die Anforderungen an die Hosting-Umgebung werden nicht von allen Providern standardmäßig unterstützt und sollten im Vorfeld geklärt werden.

Fazit: TYPO3 zeichnet sich durch die Ausrichtung als Enterprise-Content-Management-System aus und spielt seine Stärken vor allem bei größeren und oder komplexen Internet-, Extranet- oder Intranet-Projekten aus. (pg/sh)

Offizielle Seite:

http://typo3.org/

Downloadlink:

https://typo3.org/download/ - Hier kann dann das entsprechende Package ausgewählt werden.

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Tille

Du bist aber nicht auf dem Stand der Dinge. Gerade bei Joomla wurde doch mit den 3.x Versionen sehr viel gut gemacht.

Robbz

Anstatt Wordpress zu verwenden (wo man mit sehr sehr einfachen Mitteln die Loginnamen aller im System vorhandenen User rausfinden kann: http://www.acunetix.com/blog/a... und das vom Entwicklerteam NICHT als Sicherheitslücke angesehen wird), kann man auch Joomla verwenden.
Joomla ist mindestens so einfach zu bedienen wie WP und mind. so erweiterbar. Für die Entwicklung finde ich Joomla besser als WP, da Joomla MVC basiert ist, Wordpress scheinbar nur funktionalen Spaghetticode annimmt.

Davis Brown

I think Wordpress, Joomla and Drupal are the best. I use these cms for creating themes and templates by using the framework of templatetoaster

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