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Windows 7

Ein Monument wackelt

Die Windows-Ära geht zu Ende

15.12.2008
Autor(en): Wolfgang Sommergut, CW-Redakteur.
Windows hat schon einige vermeintliche Killer-Techniken überlebt, von Netscapes Web-Browser über Java bis zu Linux. Nun ändern sich aber mehrere wichtige Rahmenbedingungen gleichzeitig, so dass Microsofts Desktop-Monopol zu bröckeln droht.

Angesichts der mäßigen Akzeptanz von Vista in Unternehmen stellt sich die Frage, ob die Ursachen dafür in spezifischen Problemen dieser Systemversion liegen oder ob sie ein Zeichen für generelle Schwierigkeiten von Microsofts Client-Modell sind. Zweifellos lassen sich auf Anhieb einige Vista-Sünden ausmachen, die viele XP-Anwender von einem Update abhalten. Dazu zählen vor allem die eingeschränkte Kompatibilität mit bestehender Hard- und Software, die Beeinträchtigung der Arbeit durch aufdringliche Sicherheitsfunktionen (UAC) sowie die hohen Hardwareanforderungen.

Die Zurückhaltung der Anwender lässt sich aber nicht allein damit erklären, dass ihnen der Nutzen von Vista angesichts der drohenden Umstellungsprobleme zu gering erscheint. Die häufigen Klagen über den hohen Ressourcenbedarf verweisen beispielsweise darauf, dass sich die Erwartungen an die Endgeräte grundsätzlich verändert haben.



Leserkommentare 
(6 Beiträge), 
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SoniX
Jaja.. die lieben Redakteure.. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich vor paar Monaten mit einem Computerbild Redakteur diskutiert hatte über Vista. Seiner Meinung nach braucht man eh nur ein schnelles System und das wäre auch vollkommen in Ordnung so, dass Vista viele Ressourcen beansprucht. Nun ein paar Monate später kommt ein anderer Redakteur und verzapft wieder Unsinn. Ich gebe euch beiden unrecht. Vista wird nicht gut indem man es gutredet und Microsoft wird daran auch nicht untergehen. "Viele Zeichen deuten darauf hin, dass Microsofts Client-Geschäft vor einem Umbruch steht" Ja hättet ihr da mal auch ein paar Quellen bitte? Welche Zeichen? Das Unternehmen versucht durch Bundling die Entwicklung zu beeinflussen? Wie bitte? Das war bei Windows eigentlich noch nie anders. Wüsste mal gerne warum es nun auf das Ende hindeuten soll? Den Rest des Artikels spare ich mir zu kommentieren. Hier wird mir Halbwissen um sich geworfen, dass es ne Freude ist. Fragt Ihr euch nicht manchmal ob Ihr vll statt auf Vodoo auf Fakten setzen solltet? Nebenbei: Ihr zieht genau das passende Clientel an um auf den Kommentar von Mdtiger einzugehen: "Das kann Mobbing sein, denn die Entwicklung der Software wurde sicher von Ansprüchen der Militärs beeinträchtigt (einerseits sollte es sicherer werden, damit es zu militärischen zwecken dient, andererseits sollte es offen sein, damit das System für den Bundestrojaner vorbereitet ist)." Oh man.. selten lese ich solch Bockmist wie bei euch und ich hoffe innständig darauf das ihr nicht repräsentativ seid. zum Beitrag

mdtiger
Vista hatte von Anfang an keine gute Presse. Aber dahinter verbirgt sich bestimmt keine Verschwörung. Was ich meinte, ist vielleicht nicht richtig rüber gekommen. Keine Verschwörung gegen Vista, sondern Machtkämpfe innerhalb von Microsoft. Wer hat dort was zu sagen und wer bestimmt den Kurs. Paul Allen galt als "brain" der Firma und hat sich wie später Bill Gates als Mäzen betätigt. Als "Herren" von Microsoft gelten jedoch britische Banker von Barclays Global Investors und amerikanische Finanzinvestoren aus dem Immobilienbereich. Während die einen Visionen von einer Digitalen Welt haben und die Vernetzung der Menschheit wünschen, geht es den anderen nur um Return on Investment und möglicherweise Kontrolle der User. Es mag auch um Ruhm und Ehre einzelner Programmierer oder Programmierer-Gruppen gehen, Microsoft stellt ja nicht Hinz und Kunz ein. Das hat aber nichts von Verschwörung, sondern höchstens etwas von Indiskretionen über Interna der Firma. Allerdings hat mich gerade ein Programm erwischt, das dem Ruf von Vista massiv geschadet hat: der Search-Indexer. Suche und Index gab es eigentlich schon immer und live-seach kann man sich bei win2000, server 2003 und winxp als Programm herunterladen. Bei Vista ist es jedoch wie der Defender fest integriert. Diese Suche geht meiner Meinung nach total an den Benutzer-Interessen vorbei. Einerseits braucht es enorme Rechenleistung. Vermutlich ist es die Ursache warum Vista als langsam gilt. Andererseits hat das Programm bei mir noch keinen einzigen brauchbaren Treffer gelandet. Wenn man sich die Verzeichnisse entlanghangelt und die Ergebnisse nach Name, Typ oder Größe sortieren lässt, ist man um einiges schneller. Windows 3.11 hatte ein Programm (Dateimanager) mit dem man die Ergebnisse filtern konnte. Damit hatte man sofortigen Zugriff auf die richtige Datei praktisch ohne Rechenzeit. Das sogenannte Windows-File-System marschiert in die entgegengesetzte Richtung. Daran wird sich auch bei Windows7 nichts ändern. zum Beitrag

T-desillusioniert
Zur üblichen Vista-Kritik: Das sind doch die ewig gleichartigen Kommentare gegen jegliche neue Microsoft-Betriebssystem-Varianten. Das wiederholt sich unablässig: Technikjournalisten erklären mir, dass ich beim alten Betriebssystem bleiben soll und das jeweils Neue am Besten ganz überspringe, denn der Nachfolger ist ja schon in Riechweite. Klar sollte niemand auf einem bestehnden System, was gut läuft, ohne triftigen Grund das Betriebssystem wechseln (wozu auch? Spieltrieb?). Ich habe mich z.B. vor einem Jahr bei einem neuen Rechner für Videoschnitt wegen der besseren Speicheradressierung für Vista64 entschieden. Ganz klar: das System mit Vista64 ist das stabilste und performanteste System, was ich je hatte. Ich persönlich versteh daher diese ganze irrationale Schlechtreden von Vista überhaupt nicht. Mit der passenden modernen Hardware - ein Traum! Und wer ältere Hardware verwendet, der kann doch sein altes BS weiternutzen, oder? .... Windows ist nach meiner meinung noch lange nich am Ende. Was sind den die Alternativen? --- Apple? Nö, da muss ich ja in die gleichnamige Sekte eintreten und künftig bei jeder Software oder Hardware den Kirchsteuerzuschlag zahlen ;-) --- Linux? Nee, da wird für mich als Anwender ja die Installation jedes neuen Programms zu einem Abendteuer und ich muss noch drei Semester Informatik nebenbei belegen. Windows ist schon o.k. - und die Zeiten von Win95 und Millenium Edition sind ja Gott sei Dank vorbei. Seit NT/W2000 ist Windows wirklich stabil. zum Beitrag

wsommergut
Vista hatte von Anfang an keine gute Presse. Aber dahinter verbirgt sich bestimmt keine Verschwörung. Vielmehr waren die Erwartungen an das neue Windows hoch, nachdem Microsoft sechs Jahre für das Update benötigte und einige dramatische Neuerungen (Stichwort WinFS) versprochen hatte. Auf den Markt kam ein System, das aus der Sicht der Anwender keine entscheidenden Vorteile gegenüber XP brachte, aber dank zahlreicher Kompatibilitätsprobleme eine schwierige Migration versprach. Darin liegt der Grund für das Zögern vieler Unternehmen. Da konnte sie auch keine "I'm a PC"-Kampagne und kein Mojave-Experiment umstimmen. Die Unterstützung für Hardware hat sich in den 2 Jahren zweifellos verbessert, wobei einige Hersteller für ältere Peripheriegeräte auch weiterhin keine Vista-Treiber anbieten. Dass sich Microsoft hinsichtlich der Hardwareanforderungen von Vista verschätzt hat, zeigt das Gerichtsverfahren um die Zertifizierung von PCs als "Vista capable", obwohl die Grafik für Aero nicht ausreichte. Dieses Vorgehen erschien Microsoft wohl nötig, um die Zahl der Vista-tauglichen Rechner zu vergrößern. zum Beitrag

mdtiger
Das mit dem schlechten Vista-Start kann man auch ganz anders sehen. Es sind fast die gleichen Aussagen wie zum Windos95 Start. Damals musste Bill Gates aus dem Vorstand zurücktreten. Diesmal war er "nur" oberster Software-Entwickler. Obwohl Vista viele neue Funktionen bietet hagelte es wieder Kritik. Das kann Mobbing sein, denn die Entwicklung der Software wurde sicher von Ansprüchen der Militärs beeinträchtigt (einerseits sollte es sicherer werden, damit es zu militärischen zwecken dient, andererseits sollte es offen sein, damit das System für den Bundestrojaner vorbereitet ist). Die Hardware-Anforderungen sind so übermäßig nicht. Um die volle Aero-Oberfläche zu genießen, reicht eine Radeon 9550, die sich bei mir sehr bewährt hat (angeblich soll es sogar eine 9500er tun). Probleme gibt es eher mit einem Röhrenmonitor von 2001 (die gibt's allerdings auch mit WindowsXP). Bei typischen 700 bis 990 MB Speichernutzung ist man mit 1GB gut bedient, 1534 MB reichen für den Einsatz einer Virtuellen Maschine. Der leider inkompatible 754 gesockelte Sempron 3100+ rechnet schnell genug für Büroanwendungen. VIA hat mittlerweile auch Treiber für den K8T800 (VT8383) Chipsatz. Nur Firmen wie Analog Devices oder Marvell haben es nicht nötig auch für ältere Hardware Treiber nachzuliefern. Es gibt ja bereits Kompatibilitätstreiber von Microsoft. Insgesamt kann man ein System auch schlecht reden. zum Beitrag


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