Ein Monument wackelt

Die Windows-Ära geht zu Ende

Wolfgang Sommergut ist Betreiber der Online-Publikation WindowsPro.
Windows hat schon einige vermeintliche Killer-Techniken überlebt, von Netscapes Web-Browser über Java bis zu Linux. Nun ändern sich aber mehrere wichtige Rahmenbedingungen gleichzeitig, so dass Microsofts Desktop-Monopol zu bröckeln droht.

Angesichts der mäßigen Akzeptanz von Vista in Unternehmen stellt sich die Frage, ob die Ursachen dafür in spezifischen Problemen dieser Systemversion liegen oder ob sie ein Zeichen für generelle Schwierigkeiten von Microsofts Client-Modell sind. Zweifellos lassen sich auf Anhieb einige Vista-Sünden ausmachen, die viele XP-Anwender von einem Update abhalten. Dazu zählen vor allem die eingeschränkte Kompatibilität mit bestehender Hard- und Software, die Beeinträchtigung der Arbeit durch aufdringliche Sicherheitsfunktionen (UAC) sowie die hohen Hardwareanforderungen.

Die Zurückhaltung der Anwender lässt sich aber nicht allein damit erklären, dass ihnen der Nutzen von Vista angesichts der drohenden Umstellungsprobleme zu gering erscheint. Die häufigen Klagen über den hohen Ressourcenbedarf verweisen beispielsweise darauf, dass sich die Erwartungen an die Endgeräte grundsätzlich verändert haben.