Windows 7 gegen Vista

Windows 7 im Tempo-Test

04.08.2011 | von 
Thomas Rau
Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
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Microsoft verspricht, dass Windows 7 auch auf älterer Hardware schnell arbeiten soll. Wir haben das im Test geprüft.

Mit dem Start von Windows 7 kommen zahlreiche PCs und Notebooks auf den Markt, auf denen das neue Microsoft-Betriebssystem installiert ist. Doch wie schlägt sich Windows 7 auf älteren Rechnern? Wir prüfen, ob Windows 7 als ideales Upgrade-Betriebssystem in Frage kommt – eine Verjüngungskur für ältere PCs und Notebooks.

Windows 7 im Tempo-Test: Schlägt es Vista?
Windows 7 im Tempo-Test: Schlägt es Vista?

Unser Testsystem war das Aldi-Notebook Medion Akoya MD96380: Der Discounter verkaufte das 17-Zoll-Notebook im November 2007 für 1000 Euro. Es ist mit dem Prozessor Intel Core 2 Duo T5450 (1,67 GHz) ausgestattet, mit der Grafikkarte Nvidia Geforce 8600M GS sowie 2 GB Arbeitsspeicher und einer 250-GB-Festplatte. Damals war das eine durchaus leistungsfähige Konfiguration – heute findet man entsprechende Komponenten höchstens noch in der Notebook-Einsteigerklasse. Als Betriebssystem hatte Medion Vista Home Premium aufgespielt.

Wir installierten Windows 7 Home Premium in der 32-Bit-Variante. Die meisten aktuellen Windows-7-Notebooks arbeiten mit der 64-Bit-Version. Denn sie sind mit 4 GB Arbeitsspeicher ausgestattet, die ein 64-Bit-System vollständig nutzen kann. Ein 32-Bit-Windows nutzt dagegen nur rund 3 GB. Doch das zwei Jahre alte Medion MD96380 mit 2 GB RAM profitiert nicht von einem 64-Bit-Betriebssystem.

Installation von Windows 7
Medion bietet für das MD96380 keine Windows-7-Treiber an. Wir führten daher nach der Installation von Windows 7 ein automatisches Treiber-Update durch, das aber nur neue Treiber für den Netzwerk-Chip und das Touchpad entdeckte. Die Treiber für die Grafikkarte und den Chipsatztreiber mussten wir manuell installieren. Für allen anderen Komponenten hatte Windows 7 passende Treiber parat. Nur die Web-Kamera im Notebook erkannte Windows 7 nicht.

Testaufbau
Das Medion MD96380 musste unter Windows 7 dieselben Tests durchlaufen, wie unter dem originalen Windows Vista: Mit dem Leistungs-Benchmark Sysmark 2007 prüften wir die Rechenkraft bei Standard-Anwendungen wie Office, Bild- und Videobearbeitung sowie Flash- und Internet-Software. Für den 3D-Test nutzten wir 3D Mark 06, für die Prozessorleistung Cinebench R10. Schließlich untersuchten wir noch die Akkulaufzeit unter Vista und Windows 7 mit dem Standard-Benchmark Mobile Mark 2007.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation PC-Welt. (pah)