MDA Pro: Mini-Laptop oder Smartphone?

Wolfgang Miedl arbeitet Autor und Berater mit Schwerpunkt IT und Business. Daneben publiziert er auf der Website Sharepoint360.de regelmäßig rund um Microsoft SharePoint, Office und Social Collaboration.
Mit dem MDA Pro verfolgt T-Mobile ein neues Gerätekonzept.

Die MDA-Reihe von T-Mobile - und mit ihr die baugleichen Pendants von O2 (XDA) und Vodafone (VPA) - hat sich vor allem bei Geschäftsanwendern zu einer populären PDA/Handy-Kombination gemausert. Dabei sah es anfangs gar nicht so gut aus: Der MDA I war für Handy-Verhältnisse viel zu klobig und wurde eher belächelt, GPRS war für mobile Mail- und Web-Nutzung zu teuer, und Bugs nervten viele Kunden.

In der mittlerweile ausgereiften dritten Generation ist der MDA III am Markt jedoch recht erfolgreich, und die Ausstattung mit WLAN, Bluetooth, Tastatur und anderen Gimmicks lässt kaum Wünsche offen. Um so überraschender kam bereits auf der CeBIT 2005 die Ankündigung eines Nachfolgers. Schon optisch signalisierte der damalige Prototyp mit seiner ausladenden Tastatur und einem neuartigen Klapp-Display ein neues Gerätekonzept.

Größer und schwerer

Rechtzeitig vor dem Verkaufsstart im September hat T-Mobile nun die ersten Vorseriengeräte zum Test freigegeben. Die begleitende Bezeichnung "Mini-Notebook" soll dabei auch gleich die Neuorientierung unterstreichen. Anstatt dem zeitlos gültigen Mobile-Diktat "kleiner und leichter" zu folgen, trägt der MDA Pro gegenüber seinen Vorgängern deutlich dicker auf. So ist er in der Breite um etwa 17, in der Dicke um ungefähr vier Millimeter gewachsen. So richtig zugelegt hat er aber beim Gewicht, das um zirka 100 auf nunmehr 285 Gramm angestiegen ist. Damit ist auch sofort klar, dass er beim klassischen Hemd- und Jackentaschenkriterium durchfällt.

Bevor es an die Arbeit geht, steht zunächst eine Erkundungstour in Sachen Hardware an. Die Bauweise ähnelt der von Convertible-Tablet-PCs: Das Display dient als Deckel und kann zunächst Notebook-artig aufgeklappt werden. In dieser Position lässt sich nun der Bildschirm um 180 Grad drehen und wieder zuklappen, womit sich der Neuling in der klassischen Pocket-PC-Anordnung mit Stiftbedienung präsentiert. Wichtige Voraussetzung für diese Kombi-Bauweise ist die umschaltbare Display-Ausrichtung, wie sie seit Windows Mobile 2003 SE möglich ist. Beim Wechsel vom Stift- auf den Tastaturmodus schaltet die Anzeige automatisch zwischen Hoch- und Querformat um.