Produktvergleich

Wer liefert das beste SOA-Paket?

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
In einem detaillierten Vergleich beleuchtet das herstellerneutrale Würzburger Business Application Research Center (Barc) Stärken und Schwächen von vier namhaften SOA-Plattformen.

Kaum ein Markt ist so intransparent wie der für SOA-Lösungen, berichten die Barc-Experten Bastian de Hesselle, Christian Bauersachs und Sebastian Klüpfel. Eine fast unüberschaubare Zahl von Systemanbietern preise ihre Kompetenzen bei der betriebswirtschaftlich sinnvollen Umsetzung des SOA-Paradigmas an. Erschwerend hinzu komme das Fehlen einer einheitlichen Definition des Begriffs SOA.

Barc orientiert sich beim Vergleich von SOA-Plattformen an einem mehrschichtigen Architekturmodell.
Barc orientiert sich beim Vergleich von SOA-Plattformen an einem mehrschichtigen Architekturmodell.

In einer vergleichenden Studie wollen die Autoren, allesamt Mitarbeiter am Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik der Universität Würzburg, einen "repräsentativen Überblick über vier SOA-Lösungen" geben. Im Gegensatz zu anderen Studien stütze sich die Arbeit nicht auf eine Fragebogen-basierende Auflistung von Funktionen. Vielmehr konzentrierten sich die Spezialisten laut eigenen Angaben auf Analysen, Testinstallationen und "problembezogene Herstellerpräsentationen". Leser sollen das Werk als Leitfaden nutzen, der sie beispielsweise bei der Auswahl eines SOA-Anbieters früh unterstützt. Dabei beschränkten sich die Prüfer auf den deutschsprachigen Markt.

Produkte in der Wertung

Vor diesem Hintergrund nahm Barc folgende SOA-Plattformen unter die Lupe:

Auffällig an dem Produktvergleich ist auf den ersten Blick, dass Branchenschwergewichte wie IBM, SAP, Microsoft oder die Software AG fehlen. Diese Unternehmen wollten sich aufgrund von Kapazitätsproblemen zunächst nicht beteiligen, erklären die Studienautoren. Die Anbieter hätten aber zugesagt, Informationen nachzuliefern. Barc werde diese in künftigen Untersuchungen berücksichtigen.