Byod und IT-Consumerisation richtig nutzen

Vom Alleinherscher zum Mobile Hero

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Mit der Einführung von mobilen - oder schlimmer - privaten Endgeräten ins Unternehmen befürchten viele IT-Verantwortliche einen Kontrollverlust. Die Angst ist nicht unbegründet, dennoch können auch sie von der Mobile-IT-Revolution profitieren.
Smartphones und Tablets sind mehr als nur nüchterne Arbeitsgeräte.
Smartphones und Tablets sind mehr als nur nüchterne Arbeitsgeräte.
Foto: Darren Baker/Fotolia

Der Siegeszug von Smartphones und Tablets im Geschäftsalltag stellt IT-Abteilungen weltweit vor neue Herausforderungen. Mit der Einführung von oftmals auch privat genutzten Mobilgeräten müssen zahlreiche Aspekte neu betrachtet und adressiert werden, etwa Sicherheit und Compliance, das Management unterschiedlicher Devices und Software-Plattformen oder die Applikationsverwaltung. Dennoch sollten CIOs das Thema nicht ignorieren - es handelt sich um den Beginn der Mobile-IT-Revolution.

Dieser Meinung ist zumindest Robert Tinker, CEO und Mitbegründer des Mobile-Device-Management-Anbieters MobileIron. "Mit dem Business-Einsatz mobiler Geräte endet der alte "Command & Control"-Ansatz", erklärt er im Gespräch mit der COMPUTERWOCHE. Mobile-IT funktioniere ganz anders als die IT der PC-Ära. Entsprechend müsse man auch einen anderen Ansatz als bei der Einführung von Notebooks fahren.

Die Unterschiede sind bei näherer Betrachtung nicht von der Hand zu weisen: Bei Smartphones und Tablets befindet sich die gesamte IT-Infrastruktur und Applikationsvielfalt auf dem Gerät, der Entwicklungszyklus beträgt in der Regel gerade einmal drei bis sechs Monate, gleichzeitig müssen mehrere Betriebssysteme unterstützt werden und die Leistungsvielfalt wird durch den Benutzer bestimmt. Last, but not least zwingt Mobile-IT CIOs auch bei der Absicherung der Devices zum Umdenken - neue Sicherheitsverfahren sind erforderlich.

Was aber noch wichtiger ist: Es findet eine Demokratisierung der IT statt, der Anwender rückt stärker in den Mittelpunkt, anstatt wie bisher nur Vorschriften zu erhalten, sind er und IT-Verwaltung in puncto Verantwortung plötzlich gleichgestellt. Außerdem werden Geräte nicht nach strikten Vorgaben von der IT-Abteilung ausgewählt und verteilt, sondern auf Druck von unten, den Anwendern und Geschäftsbereichen, eingeführt. Ähnliches gilt für Enterprise-Apps - Vorschläge zu Funktionen und Lösungen, um den Workflow zu verbessern, kommen häufig direkt aus den Abteilungen.