Virtualisierung für iPad und Android

VMware wirbt für die hybride Cloud

Susanne Franke ist freie Fachjournalistin in München.
Auf der VMworld 2011 zeigte VMware neue Produkte, die sowohl im Data Center als auch im Mobile Computing hybride Clouds ermöglichen sollen.

VMware hat sich ganz dem Cloud Computing verschrieben. Das zeigten die zahlreichen Ankündigungen auf der hauseigenen Konferenz VMworld 2011 in Kopenhagen. So hat der Anbieter beispielsweise die als „Plattform für die Post-PC-Ära“ bezeichnete Virtualisierungs-Software Horizon erweitert. Sie dient der Bereitstellung eines einheitlichen Anwendungskatalogs von virtualisierten Unternehmensapplikationen auf unterschiedlichen Endgeräten. Die neue Version hat einen Application Manager bekommen, der sich um Identitäts-, Policy- und Berechtigungsmanagement all dieser Anwendungen kümmert. Für mobile Geräte soll Horizon Mobile auf der Basis der Mobile Virtualization Platform die Isolierung privater von den geschäftlichen Umgebungen auf einem Gerät bewerkstelligen. Für Android-Geräte übernimmt dies eine virtuelle Maschine (VM) mit einer zweiten Betriebssystem-Instanz.

Samsung hat bereits eine strategische Partnerschaft mit VMware angekündigt, um Horizon Mobile, also die Trennung von privaten und geschäftlichen Umgebungen, und View 5 für den Zugriff auf Unternehmensdaten in die Mobilgerätemodelle Galaxy S II und Galaxy Tab 10.1 und 8.9 zu integrieren. Als weiterer Partner gilt LG.

Vittorio Viarengo, Vice President End User Computing bei VMware
Vittorio Viarengo, Vice President End User Computing bei VMware
Foto: VMware

Für Apples iOS-Geräte. die bekanntermaßen als „verschlossen“ gelten, soll es zwei Möglichkeiten geben, um sie der geschäftlichen Nutzung zugänglich zu machen. Für das iPad wird es View übernehmen. Ein Update des View Client for iPad soll Multitasking unterstützen sowie einen Presentation-Modus für Windows-Desktops auf dem iPad umfassen. Auf dem iPhone soll es die neue Datensynchronisationssoftware „Project Octopus“ richten, so Vittorio Viarengo, Vice President End User Computing bei VMware. Einzelheiten dazu gebe es aber erst, wenn aus dem Projekt ein Produkt geworden sei.

Steve Herrod, Chief Technology Officer von VMware
Steve Herrod, Chief Technology Officer von VMware
Foto: VMware

In seiner Eröffnungsrede auf der VMworld 2011 gab Steve Herrod, Chief Technology Officer von VMware, einen ersten Ausblick auf zwei neue Endanwendertechniken mit den Decknamen „Project AppBlast“ und „Project Octopus“. Mit Project Octopus soll eine zentral verwaltete Dropbox für die gemeinsame Nutzung von Informationen entstehen, wobei die IT-Abteilung die Kontrolle über den Zugriff hat. Die Dropbox wird Datensynchronisierungs-Technik des Email-Servers VMware Zimbra und den Backup-Dienst Mozy unterstützen. Octopus soll sowohl On-premise als auch in der Wolke verfügbar werden, ohne dass Zimbra erworben werden muss, so der CTO. Als Clients kommen Windows, Mac, Web-Clients und iPad oder Android-Geräte in Frage. Zusätzlich lässt sich Project Octopus in VMware Horizon, VMware View und Project AppBlast integrieren. Letzteres soll es jedem HTML-5-fähigen Browser oder Gerät ermöglichen, Anwendungen jeglicher Art bereitzustellen. Dazu gehören auch Windows-basierte Applikationen.