Drittwartung für SAP-Software

Rimini Street pflegt R/3, ECC 5.0, 6.0 und SAP BW 3.5

Vice President Software & SaaS Markets PAC Germany
Der amerikanische Anbieter von alternativer Softwarewartung Rimini Street macht seine Angebote für SAP-Anwender verfügbar. Kunden von ERP-Software der SAP sollen für deutlich weniger Gebühren Wartung für ihre Programme erhalten.

Das Unternehmen Rimini Street, Inc. war bisher als Anbieter von Drittwartung für Produkte von Oracle, Siebel, PeopleSoft, und J.D. Edwards. Nun dehnt die Firma ihr Angebot auf SAP-Systeme aus. Ursprünglich wollte Rimini Street anfangs nur SAP-Releases R/3 4.6C und R/3 4.7 warten, hat die Offerte aber inzwischen auf ECC 5.0 und ECC 6.0 sowie SAP BW 3.5 erweitert (siehe "SAP-Kunden interessieren sich für Drittwartung". ECC steht für ERP Central Component und bezeichnet die Kernkomponente es R/3-Nachfolgers SAP ERP.

Rimini Street hofft auf SAP-Kunden, die insbesondere vor dem Hintergrund der Wartungspolitik der SAP ("Enterprise Support") ihre Softwarepflege einem Dritten überlassen wollen. Noch steht nicht fest, ob die Firma auch in Deutschland eine Niederlassung gründen wird.

Allerdings sollten SAP-Anwender sich gut überlegen, ob und wann sie Drittwartungsdienste in Anspruch nehmen, meinen Experten wie Ray Wang von Forrester Research. Wer ECC 6.0 nutzt und die Features eines Erweiterungspakets von SAP benötigt, sollte mit der Unterzeichnung des Wartungsvertrags bei Rimini Street warten, bis das entsprechende Enhancement Package verfügbar ist, so der ERP-Experte des Marktforschungs- und Beratungshauses. Der Forrester-Analyst rät Anwendern zudem, nicht dem Drängen des Softwarehauses nachzugeben, mehrere bestehende Wartungsverträge in eine neue Wartungsvereinbarung zu überführen. Der Grund: Auf diese Weise fiele es Unternehmen deutlich schwerer, die Wartung für einzelne ERP-Systeme einem Drittwartungsanbieter zu übergeben.

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Unlängst kam Bewegung in die Debatte um Enterprise Support. SAP will die Preise langsamer steigen lassen. Zudem soll über Kennzahlen ermittelt werden, ob der neue Wartungsansatz tatsächlich wie von SAP behauptet die ERP-Betriebskosten reduzieren kann.