Rettungsdienst: Zast spart Zaster

24.11.2004
Uwe Küll ist freier Journalist in München.
Wie die Zentrale Abrechnungsstelle für den Rettungsdienst Bayern GmbH (Zast) durch eine ERP-Einführung künftig 621.000 Euro jährlich im Rettungsdienst einspart. Projektsteckbrief Projektart: Prozessrestrukturierung und Einführung ERP-Software/Internet-Portal. Branche: Gesundheitswesen. Zeitrahmen: April 2003 bis Juni 2004. Stand heute: produktiv. Aufwand: Insgesamt 538.000 Euro. Produkte: Proalpha 4.1. Herausforderung: Einführung von privatwirtschaftlichen Strukturen.
Fotos Joachim Wendler
Fotos Joachim Wendler

Angesichts der chronisch klammen Kassen im Gesundheitswesen stehen Wirtschaftlichkeit und effiziente Prozesse seit Jahren ganz oben auf den Listen der Reformvorhaben der Politiker. Zählbare Erfolge blieben jedoch bislang Mangelware. Wie man diesem Problem mit mittelständischen Organisationsstrukturen und IT-gestützten Prozessen effektvoll zu Leibe rücken kann, zeigt das Beispiel der Zentralen Abrechnungsstelle für den Rettungsdienst Bayern GmbH: Als konkretes Ergebnis einer ERP-Einführung samt Internet-Portalanbindung stehen laut Zast-Geschäftsführer Dieter Deinert den Investitionskosten in Höhe von 539.000 Euro im Jahr der Einführung Nettoeinsparungen in Höhe von 621.000 Euro pro Jahr in den Folgejah-ren gegenüber. "Damit macht sich die Investition in die Technik in gut zehn Monaten bezahlt", freut sich der Unternehmenslenker. Danijel Sautter, Leiter IT und Organisation bei Zast, erklärt, wie’s funktioniert: "Heute können wir die Transportbelege der verschiedenen Hilfsorganisationen mit ihren 389 Rettungswachen per EDI abrufen, im ERP-System fakturieren und anschließend die Rechnungen wieder per EDI an die bis zu 3000 verschiedenen Kostenträger übermitteln."

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