Qualifiziert fürs Internet-Fernsehen

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Die Bavarian Broadcast Academy in München bildet IP-TV-Fachkräfte aus, denen gute Jobaussichten prognostiziert werden

Die Internet-Branche hat zahlreiche neue Berufsfelder geschaffen. Hochschulen und Ausbildungsinstitute sind hier gefordert, entsprechende Studiengänge einzurichten. Darf man Prognosen Glauben schenken, werden allein im rasant wachsenden IP-TV-Markt in den kommenden Jahren Tausende qualifizierte Arbeitskräfte benötigt. Die Art-Voice-Gruppe aus Grünwald bei München hat mit der Bavarian Broadcast Academy (BBA) ein Institut geschaffen, das schon seit gut sechs Jahren IP-TV-Fachkräfte ausbildet.

Hier lesen Sie ...

  • warum Experten mit IP-TV-Wissen große Chancen am Arbeitsmarkt haben;

  • was IP-TV-Profis können müssen;

  • welche Themen die Ausbildung beinhaltet

Durch die Verschmelzung von Internet und Fernsehen ist ein neuer Markt entstanden: IP-TV, sprich Fernsehen, das über das Internet-Protocol aus der Telefonbuchse kommt. Laut einer IDC-Studie soll das Marktvolumen für Internet-Fernsehen in Westeuropa innerhalb der nächsten fünf Jahre von geschätzten 262 Millionen im Jahr 2005 auf 2,5 Milliarden Dollar ansteigen. Gebraucht werden qualifizierte Fachkräfte, die in beiden Medien fit sind.

Fehlender Nachwuchs

Ingo Wolf, Art-Voice-Gruppe: "Rund um IP-TV können etwa 7000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden."
Ingo Wolf, Art-Voice-Gruppe: "Rund um IP-TV können etwa 7000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden."

Den klassischen Internet-Spezialisten fehlen jedoch die Fähigkeiten der Fernsehmacher und umgekehrt. „Wir haben gemerkt, dass für Leute aus dem TV- oder IT-Bereich jeweils Hemmnisse bestanden, sich in den anderen Arbeitsabläufen zurechtzufinden und diese mit den eigenen festen Gewohnheiten zu vermischen. Das Zusammenwachsen der Technolo-gien erfordert allerdings eine offene Sicht sowohl auf TV-Technologie als auch auf die damit im IP-TV-Markt eng verbundenen Tätigkeiten im IT-Bereich“, erklärt Ingo Wolf, Inhaber der Art-Voice-Gruppe. Das Unternehmen hat über 220 IP-TV-Sender aufgebaut. Wolf schätzt, dass es in den nächsten drei Jahren 3000 neue IP-TV-Sender geben wird. Entsprechend viele Fachkräfte werden nötig sein, um diese zu betreiben: „Wir rechnen damit, dass im IP-TV-Markt allein in Deutschland etwa 7000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.“