Die besten Systemhaus-Projekte

Projektergebnisse auf hohem Niveau

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Wir haben Anwender befragt, wie zufrieden sie mit der Projektarbeit der Systemhäuser sind. Unterm Strich haben sie sehr gute Noten verteilt. Ein sanftes Ruhekissen ist das insgesamt positive Votum der Kunden für die IT-Dienstleister dennoch nicht.
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Die allgemeine Zufriedenheit der Unternehmen mit den Projekten der Systemhauspartner hält sich seit Jahren auf sehr hohem Niveau. In der aktuellen Umfrage von COMPUTERWOCHE und Channelpartner haben knapp 2800 IT-Verantwortliche oder Entscheider insgesamt über 4700 Projekte bewertet. Die allgemeine Durchschnittsnote beläuft sich dabei auf die Note 1,8 - im deutschen Schulnotensystem ist dies eine gute zwei. In den Vorjahren changierten die Bewertungen zwischen 1,70 und 1,95.

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IDG Business Research Services befragt seit 2008 in Kooperation mit Computerwoche und ChannelPartner jährlich die Unternehmen in Deutschland, wie zufrieden sie mit den Leistungen ihrer Systemhäuser sind.

Bei der aktuellen Erhebung gaben 2.795 IT-Verantwortliche und Entscheider ihr Votum ab. Sie bewerteten insgesamt 4.734 Projekte, aufgeschlüsselt nach den Kategorien Storage, Security, Infrastrukturhard- und -Software, Netzwerke, Mobility, Managed Services, Anwendungssoftware und Collaboration.

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Viel Lob, vereinzelt Kritik

Die Ergebnisse können der Projektmitarbeiter in den Systemhäusern sich demnach sehen lassen. In den Freifeldern des Bewertungsbogens, in denen die Teilnehmer ihre Erfahrungen dokumentieren konnten, sind folgerichtig überwiegend wohlwollende Kommentare zu lesen, etwa "sehr gute Beratung", "beste Zusammenarbeit", "Projekte verlaufen absolut erfolgreich". Nur gelegentlich nutzten die Teilnehmer die Umfrage als Plattform für Kritik: "Unpünktlich" und "nicht kompetent" lauteten vereinzelte Kritikpunkte.

Ein Blick auf die Verteilung der Projekte zeigt, dass die bewerteten Vorhaben die Herkunft der Systemhäuser wiederspiegeln. Das ursprüngliche Geschäftsmodell sah den Wiederverkauf von Hardware und bisweilen auch Software vor, Equipment also, das die Basis des IT-Betriebs in den Unternehmen sicherstellt. Das hat geprägt, auch heute verpflichten die Kunden ihre Partner vornehmlich für Infrastrukturaufgaben, wenn es etwa darum geht, Speicher, Netze, PCs, Server und Security-Lösungen zu installieren.

Betriebsdienste werten weniger häufig bewertet

Angebote wie Managed Services und Cloud Computing, die die Systemhäuser gerne als ihre Grundlage künftiger Geschäftsmodelle etablieren möchten, sind bis dato zumindest in den Projektbewertungen noch Randerscheinungen. Über die Gründe dafür kann man nur mutmaßen. Möglicherweise haben sich ausgelagerte Betriebsdienste wie User-Support und Hardwarewartung derart in den Alltag eingefügt, dass sie nicht mehr Projeke wahrgenommen und bewertet werden. Oft werden Infrastrukturaufgaben zunächst als Projekt gestartet und als solche in der Umfrage benotet. Danach gehen sie in einen Managed Service über und geraten in Vergessenheit.

Jenseits dieser Spekulationen ist indes Fakt, dass die neuen Geschäftsmodellen noch keine breite Kundenbasis gefunden haben. Das müssen die Systemhäuser verbessern. Die Konkurrenz aus den großen Outsourcing-Häusern (etwa T-Systems, IBM, HP und Atos) sowie und Web-Konzernen (Amazon, Google, Microsoft) steht bereit.

Die besten Systemhäuser für IT-Projekte

Die Projektbewertungen der Anwender erfolgte in insgesamt acht unterschiedlichen Segmenten. In jedem Segment haben wir jeweils fünf Systemhäuser mit besten Durchschnittsnoten ermittelt. In den folgenden Beiträgen stellen wir die Bewertungsergebnisse, die inhaltlichen Projektschwerpunkte sowie die besten Systemhäuser 2014 vor: