Desktop fürs Business

PC im Test - Dell OptiPlex 790 SFF

Bernhard Haluschak
Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei TecChannel tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
Den OptiPlex 790 verpackt Dell in ein Small-Formfaktor-Gehäuse. Trotz der geringen Abmessungen bietet das System alles, was ein Business-Desktop-PC braucht: gute Rechenleistung, ausreichende Erweiterbarkeit und guten Support. Mit welchen Features der OptiPlex790 DFF sonst noch punkten kann, zeigt unser Test.

Rechnersysteme, die für den Einsatz in Büros konzipiert sind, müssen unterschiedlichen Anforderungen gewachsen sein. Vor allen Dingen müssen sie einfach zu verwalten sein und je nach Rechenleistung auch sparsam mit den Energieressourcen umgehen. Zusätzlich muss über einen langen Zeitraum der Support in puncto Hardware und Software gewährleistet sein. Darüber hinaus erwartet man von einem Büro-PC Wartungsfreundlichkeit und eine gute Funktionalität beziehungsweise Erweiterbarkeit. Da die Systeme in Büroumgebungen arbeiten, sind störende Betriebsgeräusche tabu. Mit dem OptiPlex 790 SFF versucht Dell, alle diese Anforderungen erfüllen.

Mit dem OptiPlex 790 stellt der Hersteller einen Desktop-PC vor, der speziell für den Einsatz in Unternehmen konzipiert wurde. Den Business-Rechner verpackt Dell in ein Small-Formfaktor-Gehäuse (SFF). Der robust wirkende, kleine Office-Computer soll den "ausgewachsenen" Standard-Desktop-Systemen in nichts nachstehen. Wir haben den Dell OptiPlex 790 SFF einem Test unterzogen.

Dell OptiPlex 790 im Detail

Der Dell OptiPlex 790 wird von einer Core i5 2400-CPU von Intel mit einer Taktfrequenz von 3,1 GHz angetrieben. Das System hat Zugriff auf insgesamt 4 GByte DDR3-SDRAM in DIMM-Ausführung. Den Hauptspeicher verteilt der Hersteller auf zwei 2 GByte große 1333-MHz-Module, die somit im Dual-Channel-Betrieb arbeiten und die Speicherbandbreite folglich voll ausschöpfen. Als Ergebnis dieser Speicherbestückung stehen noch zwei weitere Speicher-Slots für eine Systemspeichererweiterung zur Verfügung. Der maximale Speicherausbau beträgt 16 GByte.

Innereien: Ausreichend Platz für Erweiterungen bietet der Dell OptiPlex 790 SFF.
Innereien: Ausreichend Platz für Erweiterungen bietet der Dell OptiPlex 790 SFF.

Die Grafikausgabe übernimmt der integrierte Grafik-Core GMA HD des Core-i5-2400-Prozessors. Dieser sollte genügend 2-D- und 3-D-Grafik-Performance für Rechner im Business-Umfeld bieten. Reicht die Grafikleistung nicht aus, steht ein PCI-Express x16-Slot für die Aufnahme einer externen Grafikkarte zur Verfügung. Darüber hinaus kann der Anwender noch einen weiteren PCI-Express-x16-Steckplatz (x4) nutzen. Allerdings können nur Steckkarten mit halber Bauhöhe verwendet werden.

Für die Datenspeicherung setzt Dell eine 3,5-Zoll-SATA-Festplatte vom Typ ST3250312AS von Seagate mit einer Kapazität von 250 GByte ein. Alternativ kann der Anwender andere Storage-Kapazitäten bei der Konfiguration wählen. Der Einsatz einer zweiten HDD ist aus Platzgründen leider nicht möglich. Montage und Demontage der Festplatte sind ganz einfach mittels eines gut sichtbaren Arretierbügels, mit dem man die HDD aus der Befestigung herausziehen kann. Als optisches Laufwerk setzt Dell ein Slimline-DVD-RW-Laufwerk ein. In puncto Sicherheitsausstattung verfügt der OptiPlex über ein im Chipsatz integriertes Trusted-Platform-Modul der Version 1.2.

Rückansicht: Der Dell OptiPlex 790 bietet alle für den Business-Einsatz notwendigen Schnittstellen inklusive einer Kensington-Lock-Vorrichtung und PS/2-Interfaces für Tastatur und Maus.
Rückansicht: Der Dell OptiPlex 790 bietet alle für den Business-Einsatz notwendigen Schnittstellen inklusive einer Kensington-Lock-Vorrichtung und PS/2-Interfaces für Tastatur und Maus.

Die Anbindung der Peripherie erfolgt über sechs USB-2.0- und zwei USB-3.0-Schnittstellen hinten sowie vier auf der Vorderseite des Rechnergehäuses. Zusätzlich besitzt das Gerät zwei PS/S-Ports für Maus und Tastatur sowie eine zusätzliche serielle Schnittstelle. Darüber hinaus ist der PC mit einem Gigabit-Ethernet-Anschluss sowie einer VGA- und einer Display-Port-Schnittstelle ausgestattet. Die Audio-Ein-und -Ausgabe bewerkstelligt das System über je zwei Klinkenbuchsen auf der Vorder- und Rückseite. Um das System gegen Diebstahl zu schützen, verfügt der Rechner über eine Kensington-Lock-Vorrichtung auf der Rückseite.

Ein zentraler Ein-/Aus-Schalter befindet sich an der Gehäusefront des Rechners. Für Kontrollzwecke bietet das System grüne LED-Anzeigen für den Systemstatus sowie für die Storage- und Netzwerkaktivität. Zusätzlich stehen dem Anwender an der Frontseite vier gelbe Diagnose-LEDs für den Betriebszustand des Gerätes während der Boot-Phase zur Verfügung.

Der Preis für den Dell-Desktop beträgt zum Testzeitpunkt zirka 655 Euro. Dieser beinhaltet neben den erwähnten Komponenten das vorinstallierte Betriebssystem Windows 7 Pro 32-Bit sowie einen dreijährigen Standardservice. Weitere Support-Leistungen können optional dazugebucht werden.

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